Castelo de São Jorge
Du beginnst ganz oben. Das Castelo de São Jorge steht auf dem höchsten Hügel der Altstadt, und von seinen Mauern schaust du über die Dächer Lissabons bis hinaus auf die Mündung des Tejo. Fast alles, was du heute noch siehst, liegt von hier aus einmal vor dir.
Die ersten Mauern auf diesem Hügel stammen aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Seitdem haben verschiedene Völker die Festung immer wieder neu aufgebaut und ihr eigene Namen gegeben; lange hieß sie Paço da Alcáçova. Ihren heutigen Namen verdankt sie König João I., der sie im 14. Jahrhundert dem heiligen Georg weihen ließ, dem Schutzpatron der Ritter und der Kreuzzüge.
Schau beim Gang über die Mauern genau hin: Vieles, was mittelalterlich wirkt, ist jünger. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Burg weitgehend verfallen. In den 1940er Jahren begann ein gewaltiger Wiederaufbau, bei dem große Teile der Mauern neu aufgerichtet und viele Türme erhöht wurden. Die Könige wohnten übrigens nicht für immer hier oben; wohin sie umzogen, erzählt dir später die Praça do Comércio.
Die Burg kostet Eintritt und ist der längste Innenbesuch des Tages. Hinein lohnt es sich für alle, die Geschichte gern an den Mauern selbst erleben und den Blick von oben wollen. Danach geht es 1350 m, rund 19 Minuten, hinunter in die Baixa zum Aufzug Santa Justa; unterwegs streifst du Alfama.




















