Plac Litewski
Der Plac Litewski ist der große Platz der Lubliner Innenstadt, rund 35.000 Quadratmeter offene Fläche, auf der heute Staatsfeiern, Kundgebungen und Feste stattfinden. Angelegt wurde er in den 1820er Jahren für Militärparaden, und sein erster Name sagt das ganz nüchtern: Exerzierplatz. Seit 1972 steht er unter Denkmalschutz.
Bevor hier marschiert wurde, wechselte das Gelände oft den Besitzer: Radziwiłł, Lubomirski, Sanguszko, Szepetycki. 1801 ersteigerte Beniamin Finke das Grundstück und schenkte es dem Staat. Bis 1818 lagerte hier Stroh, 1819 wurden das Spital und die Kirche der Barmherzigen Brüder abgerissen, und 1823 gab Jan Stompf dem Platz seine neue Gestalt.
Achte auf den gusseisernen Obelisken der Lubliner Union. Der Überlieferung nach trafen sich 1569 genau hier der polnische und der litauische Adel, bevor die Union beider Länder unterzeichnet wurde. Ein erster Obelisk aus Ziegeln ging beim Abriss der Kirche verloren; die Erlaubnis für einen neuen holte 1826 der Priester Stanisław Staszic bei den zaristischen Behörden ein. Das klassizistische Relief mit Polen und Litauen entwarf Paweł Maliński. Merk dir Staszic, du begegnest ihm am Schloss wieder.
Auch die russische Herrschaft hat hier Spuren hinterlassen: Wo heute der Brunnen steht, ließ die zaristische Verwaltung zwischen 1873 und 1876 eine orthodoxe Kirche zur Kreuzerhöhung bauen.
Zum Alten Markt (Rynek) gehst du 980 m, rund 13 Minuten.




















