Place d'Armes
Du startest mitten in der Oberstadt, auf dem Platz, den die Luxemburger einfach „Plëss“ nennen. Ringsum Cafés und Restaurants, im Sommer mit Terrassen, in der Mitte der Musikpavillon, auf dem an Sommerabenden Kapellen und Bands spielen. Jeden zweiten und vierten Samstag steht hier ein Flohmarkt, im Dezember der Weihnachtsmarkt.
Dass der Platz so großzügig ist, verdankt die Stadt einer Katastrophe. 1554 explodierte Schießpulver in der Kirche des Franziskanerklosters, und die Brände zerstörten einen großen Teil der Oberstadt. Der niederländische Militäringenieur Sebastian van Noyen entwarf den Wiederaufbau, und Thomas Mameranus legte 1561 eine weiterentwickelte Fassung vor: ein fast rasterförmiges Straßennetz mit einem Forum Novum von 96 mal 64 Metern in der Mitte, damals etwa so groß wie die Grand-Place in Brüssel.
1671 ließ der spanische Ingenieur Jean Charles de Landas, Graf von Louvigny, an derselben Stelle einen etwas kleineren Platz anlegen. Weil die Garnison hier exerzierte, hieß er bald Place d'Armes. Unter Ludwig XIV. wurde er mit Steinplatten gepflastert und mit Linden gesäumt.
Schau zum Ostende des Platzes: Dort steht der Cercle Cité, das einstige Palais Municipal, gebaut als Verwaltungshaus mit Empfangssälen. Der Rohbau war 1906 fertig, der Innenausbau dauerte bis 1909. Im Fries an der Fassade überreicht Gräfin Ermesinde 1244 den Freiheitsbrief, der den Bürgern Rechte und Pflichten gegenüber dem Adel garantierte; geschaffen hat ihn der luxemburgische Künstler P. Federspiel.
Vom Platz sind es nur 270 Meter, etwa drei Minuten, bis zum Casino Luxembourg.




























