Burg Monschau
Hier beginnt die Runde, und zwar dort, wo Monschau selbst angefangen hat. Die Burg Monschau ist frei zugänglich, rund um die Uhr und ohne Eintritt. Achte auf die Gliederung der Anlage: die Oberburg mit ihrer Vorburg als ältester Kern, dazu die Unterburg mit dem Eselsturm und die Ringmauern mit ihren heute rekonstruierten Wehrgängen. Teile der Burg sind Jugendherberge und Altenheim, hier wohnen also Menschen; im Innenhof finden im Sommer Freiluftkonzerte statt.
Die erste Bauzeit fällt etwa zwischen 1190 und 1198, unter Herzog Walram IV. von Limburg. Schriftlich taucht die Burg 1217 als „castrum in Munjoje“ in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Engelbert I. auf. Warum gerade hier? Die Limburger Herzöge hatten ihre Burg Reichenstein um 1140 den Prämonstratensern überlassen, weil sie ihnen nicht wehrhaft genug war, und die ältere Burg Haller auf der anderen Talseite ließ sich wegen des Geländes nicht ausbauen.
1269 wurde die Herrschaft Monschau mit Valkenburg vereinigt, 1354 fiel sie an die Jülicher, die aus der Burg eine Festung machten. In diese Zeit gehören Unterburg, Zugbrücke und die Schlosskapelle, 1369 erstmals als „nuwe Capelle“ genannt. Rund 300 Jahre lang war sie die erste Kirche des Ortes, ein Faden, den du am Ende der Runde wieder aufnimmst. Älter ist das Haus zum Turm von 1351, gebaut als Dienstwohnung und Wachhaus für den Revierförster und den Wachleiter der Burg.
Nimm dir eine halbe Stunde, geh die Mauern ab und lies die Bauphasen am Stein. Dann sind es 680 m, etwa 10 Minuten, zur Glashütte Monschau.
















