Deutsches Tor
Das Deutsche Tor ist das einzige von 17 mittelalterlichen Stadttoren, das in Metz erhalten geblieben ist. Sieh es als das, was es war: kein schlichter Durchgang, sondern eine Torburg, die von Osten her den Hauptzugang zur Stadt sicherte.
Mit Deutschland hat der Name wenig zu tun. Um 1210 richtete der Deutsche Orden in der Nähe der Kirche Saint-Eucaire ein Hospital ein, und nach diesem Nachbarn heißt das Tor. Genauer übersetzt wäre es ein Deutschherrentor; auf Französisch steht Porte des Allemands auf den Schildern.
Die Mauer, zu der es gehörte, entstand, weil Metz zu groß geworden war. Bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts umschloss nur die spätantike Mauer die Stadt. Als draußen Vororte wuchsen, ließ die Obrigkeit eine neue Mauer bauen, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu schützen. Um 1230 war sie fertig: 5500 Meter lang, 160 Hektar Stadt, 20.000 Menschen dahinter. Ende des 15. Jahrhunderts kam ein vorgelagerter Niederwall dazu, und Anfang des 16. Jahrhunderts zählte man zwölf Tore und 76 Türme, unterhalten von der Stadt und den Zünften.
Hinein kommst du kostenlos. Wer sich für Festungen interessiert, sollte die 20 Minuten drinnen einplanen.
Dann gehst du 1330 Meter, rund 19 Minuten, zum Centre Pompidou-Metz: vom letzten mittelalterlichen Stadttor zu einem Museumsbau von 2010.












