Magdeburger Dom
Vor dir steht das Wahrzeichen der Stadt und der älteste gotische Dom Deutschlands. Schau auf die beiden Türme: Sie wirken gleich, sind es aber nicht ganz. Der Südturm misst 99,25 Meter, der Nordturm 100,98 Meter. Rund 300 Jahre wurde an dieser Kathedrale gebaut; 1209 begann man, erst 1520 waren die Turmspitzen fertig. Offiziell heißt sie Dom St. Mauritius und Katharina, heute ist sie die Hauptkirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Die Geschichte des Ortes beginnt viel früher. Am 21. September 937 gründete Otto der Große hier ein Kloster, das dem heiligen Mauritius geweiht war, St. Moritz. Otto wollte Macht zeigen und sich als Nachfolger der römischen Kaiser inszenieren, noch bevor er 962 selbst zum Kaiser gekrönt wurde. Dafür ließ er antike Bauteile heranschaffen, etwa Säulen, und viele davon wanderten später in den Neubau von 1209.
Hier liegt Otto der Große begraben, und mit ihm seine erste Frau Editha. Die Königin war eine Enkelin Alfreds des Großen und starb 946. Untersuchungen ihrer Knochen zeigen, dass sie ihre Kindheit in Wessex verbrachte: eine Frau aus England mitten in der Gründungsgeschichte Magdeburgs.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Hinein lohnt es sich für alle, die Otto und Editha an ihrem Grab erleben wollen; trotz mehrfacher Plünderungen ist der Dom reich an Kunst, von antiken Stücken bis zur Moderne. Eine halbe Stunde reicht für einen ersten Eindruck.
Zum Kloster Unser Lieben Frauen sind es nur 400 Meter, rund 5 Minuten zu Fuß.




















