München auf eigene Faust: Vom Stachus zum Sendlinger Tor

Zwölf Stationen zu Fuß: Stadttore und Königsschloss, Surferwelle und Bierhalle, Weißwurst am Markt und eine Kirche, die zwei Brüder für sich selbst bauten.

12 Stationen 5,1 km ~1 Std. 10 Min. Gehzeit
Route der Tour durch München
Stopp 1 von 12
700 m·9 Min.
Stachus
Geh nach Osten durch das Karlstor, die Neuhauser Straße entlang, bis zur Frauenkirche.
Servus und willkommen in München! Ich bin Alex, und in einer Seitengasse dieser Stadt erinnern goldene Pflastersteine an stillen Widerstand.
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Die Route auf einen Blick

Zwölf Stationen, 5,1 km, reine Gehzeit 1 Std. 10 Min.: Du startest am Stachus und endest am Sendlinger Tor, zwei alten Stadttoren der Altstadt. Mit Pausen und ein, zwei Innenbesuchen bist du realistisch einen halben Tag unterwegs.

Plätze, Kirchenschiffe und Markt sind frei. Eintritt kosten die Residenz München, der Südturm der Frauenkirche und der Turm von St. Peter. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 12 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

München Stadtrundgang Karte: vom Stachus zum Sendlinger Tor

12 Stopps 5,1 km 1 Std. 10 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 12 Stationen auf dieser Route

  1. Stachus in München, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Stachus
  2. Frauenkirche in München, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Frauenkirche
  3. Odeonsplatz in München, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Odeonsplatz
  4. Residenz München, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Residenz München
  5. Eisbachwelle in München, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Eisbachwelle
  6. Hofbräuhaus am Platzl in München, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Hofbräuhaus am Platzl
  7. Alter Hof in München, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Alter Hof
  8. Marienplatz in München, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Marienplatz
  9. St. Peter in München, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9St. Peter
  10. Viktualienmarkt in München, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Viktualienmarkt
  11. Asamkirche in München, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Asamkirche
  12. Sendlinger Tor in München, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Sendlinger Tor
  13. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein München Rundgang in zwölf Stationen

  1. 1

    Stachus

    Stachus in München, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Offiziell heißt der Platz Karlsplatz, aber kein Münchner sagt das. Rund um dich schwingt das neobarocke Stachus-Rondell im Halbkreis, zwischen 1899 und 1901 nach Plänen von Gabriel von Seidl gebaut. Und mitten hindurch rollt der Verkehr: 2022 waren es täglich 41.000 Fahrzeuge. Schau nach Osten, dort schließt ein Tor mit zwei Seitentürmen den Platz ab.

    Dieses Tor ist der Rest des Neuhauser Tors. Hier führte im Mittelalter die Salzstraße entlang, die Heinrich der Löwe von Föhring nach München verlegt hatte; ihr verdankt die Stadt ihre Existenz und ihren Wohlstand. Mit der zweiten Stadtmauer entstand im 13. Jahrhundert das Tor, 1302 erstmals erwähnt und nach dem nächsten Ort an der Straße benannt. Das Vortor mit den beiden Flankentürmen kam im 15. Jahrhundert dazu, ebenso ein rundes Vorwerk, dessen Fundamente erst beim Bau der S-Bahn-Stammstrecke unter dem Platz wieder auftauchten.

    Im 17. Jahrhundert stand hier eine Bastion des Festungswalls. 1791 erhielt Benjamin Thompson von Kurfürst Karl Theodor den Auftrag, sie zu schleifen: der Anfang vom Ende der Münchner Stadtbefestigung.

    Und der Name? An der Ecke Sonnenstraße und Bayerstraße schenkte seit 1710 die Familie Föderl Bier aus. Ab 1728 ist ein Mathias Eustachius Föderl als Wirt verzeichnet, genannt „Eustach“. Seine Wirtschaft hieß bald „Stachus“, und der Name blieb am ganzen Platz hängen, lange nachdem andere Wirte übernommen hatten. Geh jetzt durch das Tor in die Altstadt: 720 m, etwa 9 Minuten, dann stehst du vor den zwei Türmen der Frauenkirche.

    Öffnungszeiten
    Durchgehend geöffnet (öffentlicher Platz)
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Frauenkirche

    Frauenkirche in München, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die beiden Türme mit ihren runden Hauben sind das Wahrzeichen Münchens, und sie sind so weithin sichtbar, weil die Stadt im Zentrum innerhalb des Mittleren Rings nichts über 100 Meter erlaubt; seit einem Bürgerentscheid im November 2004 gilt das vorläufig im ganzen Stadtgebiet. Eine Legende sagt, die Türme unterschieden sich um genau einen Meter. Stimmt nicht: Der Nordturm misst 98,57 Meter, der Südturm 98,45.

    Offiziell heißt die Kirche Dom zu Unserer Lieben Frau, seit 1821 ist sie Kathedrale des Erzbischofs von München und Freising. Jörg von Halspach begann den Backsteinbau 1468, geweiht wurde er schon 1494. Er ist 109 Meter lang, 40 Meter breit, das Mauerwerk etwa 37 Meter hoch: eine der beiden größten Hallenkirchen überhaupt.

    Geh hinein, das Kirchenschiff ist frei. Bleib am Eingang auf der quadratischen Bodenplatte mit dem Fußabdruck stehen, dem Teufelstritt. Von hier wirken die Säulenreihen wie durchlichtete Wände, und um genau diese Raumwirkung rankt sich die Legende. Unter dem Sterngewölbe zeugt das Grabmal Ludwigs des Bayern von Hans Krumpper von der einst reichen Ausstattung.

    Die Turmstube im Südturm kannst du gegen Eintritt besuchen, der Nordturm ist geschlossen. Wenn du nur einen Turm machen willst, nimm lieber den Alten Peter später am Marienplatz. Weiter zum Odeonsplatz sind es 640 m, rund 8 Minuten; am Ende des Wegs öffnet sich der Blick auf die Feldherrnhalle.

    Öffnungszeiten
    Kirche täglich 8:00–20:00 Uhr; Turm Mo–Sa 10:00–17:00, So/Feiertag 11:30–17:00 (letzter Einlass 16:30)
    Preis
    Kirchenschiff kostenlos; Südturm 7,50 EUR (ermäßigt/Jugendliche 7-16 Jahre 5,50 EUR, unter 6 Jahre frei, Familienkarte 2+2 21 EUR)
  3. 3

    Odeonsplatz

    Odeonsplatz in München, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier wird München plötzlich weit und klassizistisch. Leo von Klenze legte den Platz Anfang des 19. Jahrhunderts an, zusammen mit der Ludwigstraße, die hier beginnt. Schon 1790 gab es Pläne, das Schwabinger Tor durch einen Platz zu ersetzen und den Fürstenweg zum Schloss Nymphenburg, die heutige Brienner Straße, würdiger beginnen zu lassen.

    Den Namen gab das Odeon, ein früherer Konzertsaal, gebaut zwischen 1826 und 1828; heute sitzt darin das Innenministerium. Daneben steht das baugleiche Palais Leuchtenberg, heute Finanzministerium. Beide sind dem Palazzo Farnese in Rom nachempfunden. Gegenüber steht Klenzes Bazargebäude mit dem Café Tambosi.

    Am südlichen Ende stehen die Theatinerkirche und die Feldherrnhalle, eine Kopie der Loggia dei Lanzi in Florenz. Genau hier endete 1923 der Marsch zur Feldherrnhalle beim Hitlerputsch in einem tödlichen Schusswechsel. Seit 1972 gehört dieser Teil des Platzes zur Fußgängerzone.

    Die Residenz beginnt praktisch nebenan: 190 m, 3 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Durchgehend geöffnet (öffentlicher Platz)
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Residenz München

    Residenz München, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das ist das größte Stadtschloss Deutschlands, einst Sitz der Wittelsbacher Herzöge, Kurfürsten und Könige. Zehn Höfe, 130 Schauräume, drei große Teile: der Königsbau zum Max-Joseph-Platz, die Alte Residenz zur Residenzstraße und der Festsaalbau zum Hofgarten. Im Festsaalbau liegen das Cuvilliés-Theater und der Herkulessaal, in dem das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielt. An der Ostseite steht die byzantinisch anmutende Allerheiligen-Hofkirche.

    Die Geschichte beginnt mit Misstrauen. 1385 musste die Stadt nach einem gescheiterten Aufstand gegen Herzog Stephan III. und seine Brüder als Strafe eine neue Burg bezahlen: die Neuveste, von breiten Gräben umgeben, in der äußersten Nordostecke der Stadtmauer. Ihr stärkstes Bollwerk, der Silberturm, schützte die Burg ausgerechnet gegen die Stadt. So konnten die Herzöge sich gegen aufmüpfige Bürger und kriegerische Verwandte verschanzen und im Notfall ohne Umweg durch die Gassen ins Freie gelangen. Um 1470 ließ Albrecht IV. Mauern und Nordtor ergänzen.

    Lohnt der Innenbesuch? Wenn du Prunkräume und Kronschätze magst, ja, und dann mit Plan: Residenzmuseum und Schatzkammer gibt es einzeln oder günstiger im Kombiticket, mit dem Cuvilliés-Theater nimmst du den Gesamtpass. Rechne gut zwei Stunden. Der Hofgarten ist frei und ein schöner kurzer Umweg, wenn dir die Zeit fehlt.

    Von hier sind es 900 m, rund 12 Minuten, bis zur Südspitze des Englischen Gartens und der Eisbachwelle.

    Öffnungszeiten
    Sommer (28. März – 19. Oktober): täglich 9:00–18:00 (letzter Einlass 17:00). Winter (20. Oktober – 27. März): täglich 10:00–17:00 (letzter Einlass 16:00). Geschlossen 1.1., Fastnachtsdienstag, 24./25./31.12.
    Preis
    Residenzmuseum 10 EUR (ermäßigt 9 EUR); Schatzkammer 10 EUR (ermäßigt 9 EUR); Kombi Museum+Schatzkammer 15 EUR (ermäßigt 13 EUR); Cuvillies-Theater 5 EUR (ermäßigt 4 EUR); Gesamtpass Museum+Schatzkammer+Theater 20 EUR (ermäßigt 16 EUR). Hofgarten frei.
  5. 5

    Eisbachwelle

    Eisbachwelle in München, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mitten in der Stadt stehen Leute im Neoprenanzug am Ufer und warten, bis sie dran sind. Die Eisbachwelle ist eine künstlich entstandene stehende Welle, etwa einen Meter hoch, an der Südspitze des 375 Hektar großen Englischen Gartens.

    Gesurft wird hier seit 1972, offiziell erlaubt hat die Stadt es erst 2010. Seitdem ist die Welle weltweit als Surfspot bekannt, und zwar das ganze Jahr über. Zuschauen kostet nichts; bleib an der Brücke stehen und schau, wie die Surfer einer nach dem anderen einsteigen.

    Dann geht es auf die längste Etappe der Route: 1020 m, etwa 14 Minuten zurück in die Altstadt, zum Hofbräuhaus am Platzl.

    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Hofbräuhaus am Platzl

    Hofbräuhaus am Platzl in München, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Blasmusik, Maßkrüge, lange Tische: Das Hofbräuhaus ist nach dem Oktoberfest Münchens größte Touristenattraktion, und trotzdem kommen Einheimische. Viele Stammgäste haben ihren eigenen Krug hier eingeschlossen. Achte auf die Regale mit den Krügen.

    Angefangen hat alles mit schlechtem Bier. Herzog Wilhelm V. fand das Münchner Bier ungenießbar und ließ es aus Sachsen kommen, bis sein Hof eine Lösung fand: 1589 entstand eine eigene Brauerei. 1828 ließ Ludwig I. das einfache Volk herein. 1897 baute Max Littmann das Haus um, als die Brauerei an den Stadtrand zog. Im Zweiten Weltkrieg wurde bis auf die historische Schwemme fast alles zerstört; zum 800. Stadtgeburtstag 1958 war der Festsaal wieder offen.

    Auch ein dunkles Kapitel gehört hierher: Am 24. Februar 1920 sprach Adolf Hitler im Hofbräuhaus bei der Gründung der NSDAP.

    Eintritt zahlst du keinen. Schau in die Schwemme, hör eine Runde Musik, vielleicht das Hofbräuhaus-Lied von 1935: „In München steht ein Hofbräuhaus, oans, zwoa, g'suffa!“ Auf der Karte stehen Brezn, Obatzda, Haxn und Würste. Für einen kurzen Halt ist es gut, für den ganzen Abend gibt es günstigere Wirtshäuser. Zum Alten Hof sind es nur 170 m, 3 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Täglich: 11:00–24:00
    Preis
    Kein Eintritt; nur Essen/Getränke kostenpflichtig
  7. 7

    Alter Hof

    Alter Hof in München, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Viele laufen an diesem Innenhof vorbei, dabei steht hier Münchens erste Burg. Schon im 12. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine Befestigung. Nach der ersten Teilung Bayerns 1255 wurde sie Residenz Herzog Ludwigs II., und unter seinem Sohn Ludwig dem Bayern wurde sie zur ersten festen Kaiserresidenz im Heiligen Römischen Reich.

    Fünf Flügel umschließen den Hof: Burgstock, Zwingerstock, Lorenzistock, Pfisterstock und Brunnenstock. Schau dir den Pfisterstock an, 1591 und 1592 mit Renaissancegiebeln gebaut und Wilhelm Egkl zugeschrieben. Die Lorenzkapelle an der Nordseite, in der einst die Insignien der Wittelsbacher lagen, wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. Ende des 15. Jahrhunderts ließ Herzog Sigismund den Hof mit Rautenmustern bemalen.

    Hier schließt sich der Kreis zur Residenz: Nach Aufständen war die Burg mitten in der Stadt zu unsicher, und die Herzöge bauten die Neuveste in der Stadtecke. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zog Wilhelm IV. endgültig um, der Alte Hof wurde Amtssitz.

    Die Ausstellung zur Münchner Kaiserburg ist frei; für Geschichtsinteressierte ist sie eine lohnende Viertelstunde. Weiter zum Marienplatz: 280 m, 4 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 10:00–18:00; sonn- und feiertags geschlossen
    Preis
    Eintritt frei (Ausstellung zur Münchner Kaiserburg)
  8. 8

    Marienplatz

    Marienplatz in München, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Seit 1158 ist das der Hauptplatz der Stadt. Im Mittelalter fanden hier Märkte und Turniere statt, der Platz hieß Markt, Schranne und später Schrannenplatz. Erst als der Getreidemarkt 1853 in eine Halle aus Glas und Eisen zog, bekam er im Oktober 1854 seinen heutigen Namen.

    In der Mitte steht die Mariensäule. Kurfürst Maximilian I. hatte gelobt, sie zu errichten, wenn München und Landshut im Dreißigjährigen Krieg von Zerstörung verschont blieben; 1638, nach dem Ende der schwedischen Besatzung, wurde sie aufgestellt. Oben steht die goldene Madonna auf der Mondsichel, 1590 geschaffen und ursprünglich in der Frauenkirche. Es war die erste Säule dieser Art nördlich der Alpen. An den Ecken des Sockels kämpfen Putten von Ferdinand Murmann.

    An der Nordseite erhebt sich das Neue Rathaus, an der Ostseite das wiederaufgebaute gotische Alte Rathaus. Im Turm des Neuen Rathauses spielt täglich das Glockenspiel, inspiriert von den Turnieren auf diesem Platz. Erwarte nicht zu viel, es ist eher nett als spektakulär.

    Halt hier Tasche und Handy gut fest und lass dich nicht in Gespräche verwickeln. St. Peter liegt gleich hinter dem Alten Rathaus, nur 160 m, 2 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Durchgehend geöffnet (öffentlicher Platz)
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    St. Peter

    St. Peter in München, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Münchner nennen den 91 Meter hohen Turm einfach „Alter Peter“. St. Peter ist die älteste urkundlich erwähnte Pfarrkirche der Stadt, und vermutlich begann hier München überhaupt.

    Das Kirchenschiff ist frei. Wenn du an diesem Tag nur auf einen Turm willst, dann auf diesen: Er ist günstiger als der Turm der Frauenkirche, und der Blick ist besser. Du siehst die beiden Frauenkirchtürme und das Neue Rathaus direkt über dem Marienplatz, also genau das Bild, das du im Frauenkirchturm nicht hast.

    Vom Turm sind es danach nur 160 m, 2 Minuten, und du stehst zwischen den Ständen des Viktualienmarkts.

    Öffnungszeiten
    Sommer (April–Oktober) täglich 9:00–19:30 (letzter Einlass 19:00); Winter (November–März) Mo–Fr 9:00–18:30 (letzter Einlass 18:00), Wochenende/Feiertag 9:00–19:30 (letzter Einlass 19:00)
    Preis
    Kirchenschiff kostenlos; Turm 'Alter Peter' 5 EUR (ermäßigt Studenten/Senioren 65+/Behinderte 3 EUR, Kinder 6-18 Jahre 2 EUR, unter 6 frei, Gruppen ab 10 Personen 3 EUR/Person)
  10. 10

    Viktualienmarkt

    Viktualienmarkt in München, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Blumen, exotisches Obst, Wild, Geflügel, Gewürze, Käse, Fisch und Säfte: Rund 140 Stände und Läden machen den Viktualienmarkt zum Paradies für Feinschmecker. Viktualien ist das alte lateinische Wort für Lebensmittel.

    Der Markt entstand, weil der Schrannenplatz, der heutige Marienplatz, zu klein geworden war. Am 2. Mai 1807 ordnete König Maximilian I. den Umzug an; dafür wurden Gebäude des Heiliggeistspitals abgerissen. Schon in den 1820er Jahren musste der Markt stark wachsen. 1885 fiel das alte Spital endgültig, die Heiliggeistkirche wurde nach Westen verlängert, 1855 zog der Fischmarkt in die Westenriederstraße. Mit der Zeit kamen Metzgerhalle, Kuttelhalle, Bäcker- und Obstpavillons dazu; die Metzgerläden am Fuß des Petersbergls stehen heute noch.

    Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz schwer beschädigt, und es gab ernsthafte Pläne, ihn für Hochhäuser aufzugeben. Zum Glück blieb er.

    Das ist der beste Ort der Route für Mittagessen: Brotzeit an den Ständen holen und in den Biergarten mitten im Markt setzen. Danach sind es 610 m, rund 8 Minuten, zur Asamkirche in der Sendlinger Straße.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 8:00–20:00 Uhr (einzelne Stände, v.a. montags, teils geschlossen); sonntags geschlossen
    Preis
    Eintritt frei (Speisen/Waren an den Ständen kostenpflichtig)
  11. 11

    Asamkirche

    Asamkirche in München, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Fast hättest du sie übersehen: Die Fassade fügt sich zwischen die Häuser der Sendlinger Straße und wölbt sich nur leicht nach außen. Das Grundstück misst gerade einmal 22 mal 8 Meter. Drinnen erwartet dich dann eines der bedeutendsten Bauwerke des süddeutschen Spätbarocks.

    Gebaut haben sie zwischen 1733 und 1746 zwei Brüder, der Bildhauer Egid Quirin Asam und der Maler Cosmas Damian Asam, auf eigene Rechnung und ohne Auftraggeber, zum Lob Gottes und für ihr eigenes Seelenheil. Deshalb konnten sie bauen, wie sie wollten. Egid Quirin sah durch ein Fenster seines Wohnhauses nebenan direkt auf den Altar.

    Lies den Raum von unten nach oben: Die Bänke unten sind dunkel gehalten, sie stehen für das Leid der Welt. Darüber folgt eine weiß-blaue Zone, dem Kaiser vorbehalten. Ganz oben leuchtet das indirekt beleuchtete Deckenfresko zum Leben des heiligen Nepomuk, ein Meisterwerk von Cosmas Damian. Hinter dem Gesims verborgenes Licht lässt die Dreifaltigkeit über dem Altar von hinten strahlen. Vier gedrehte Säulen rahmen den Hochaltar, ein Zitat der Bernini-Säulen über dem Petrusgrab in Rom. Die Brüder dachten die Kirche auch als Beichtkirche für die Jugend; sie hat sieben Beichtstühle mit allegorischen Szenen.

    Der Eintritt ist frei, und es lohnt sich für jeden, auch wenn du sonst keine Kirchen besuchst. Bis zum Sendlinger Tor sind es noch 290 m, 4 Minuten.

    Öffnungszeiten
    April–Oktober: täglich außer Fr 9:00–19:00, Fr 13:00–19:00; November–März: täglich außer Fr 9:00–18:00, Fr 13:00–18:00
    Preis
    Kostenlos
  12. 12

    Sendlinger Tor

    Sendlinger Tor in München, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Ende der Sendlinger Straße stehst du vor dem südlichen Stadttor der Altstadt, und damit schließt sich der Kreis zum Stachus. Beide Tore gehören zur zweiten Stadtbefestigung, die Ludwig der Bayer bei der großen Stadterweiterung anlegen ließ. Schon im frühen 14. Jahrhundert begann an diesem Tor der Weg nach Italien.

    Ursprünglich bestand es nur aus einem Mittelturm, wie typisch für Münchner Stadttore. Um 1420 kamen die beiden Flankentürme dazu, die du heute siehst. Der Mittelturm wurde 1808 abgerissen. Arnold Zenetti restaurierte 1860 die Seitentürme neugotisch, 1906 ersetzte ein großer Mittelbogen die drei Durchfahrten, und Wilhelm Bertsch setzte die Portale in die Türme. Den Krieg überstand das Tor fast unbeschadet, in den 1980er Jahren wurde es saniert.

    Schau dich nach dem Rest der Stadtmauer um, der hier noch zu erkennen ist; sie zog sich weiter die Herzog-Wilhelm-Straße hinauf. Damit endet der Rundgang. Wenn du zurück zum Start willst, führt dich die GPS-Navigation im Browser zum Stachus.

    Öffnungszeiten
    Durchgehend geöffnet (öffentliches Stadttor/Platz)
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch München Route geladen
StachusFrauenkircheOdeonsplatzResidenz München+8
Alle 12 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von München entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 12 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

12Stopps 5,1km 1 Std. 10 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für wenig Zeit

Du musst nicht alle zwölf Stationen an einem Stück gehen. Diese drei Abschnitte funktionieren auch allein.

Dom und Königsschloss

Stopps: 1, 2, 3, 4

Für alle, die Architektur und Herrschergeschichte suchen: vom Stachus über die Frauenkirche und den Odeonsplatz zur Residenz, 20 Minuten reine Gehzeit. Eintritt kosten nur der Südturm der Frauenkirche und die Residenz (Kombi Museum und Schatzkammer), beides optional.

Hofgarten, Surfer und Bierhalle

Stopps: 3, 4, 5, 6

Für einen entspannten Nachmittag mit wenig Kultur und viel Stadtleben: vom Odeonsplatz an der Residenz vorbei zur Eisbachwelle und zurück ins Hofbräuhaus, 29 Minuten reine Gehzeit. Ohne Pflichteintritt, der Hofgarten ist frei.

Altstadtkern ab dem Platzl

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12

Für alle, die nur zwei oder drei Stunden haben: Hofbräuhaus, Alter Hof, Marienplatz, St. Peter, Viktualienmarkt, Asamkirche und Sendlinger Tor in 23 Minuten reiner Gehzeit. Einziger Eintritt ist der Turm von St. Peter.

Wie lange dauert dieser München Rundgang mit Pausen?

Die Etappen sind kurz: Die längste führt in 14 Minuten von der Eisbachwelle zum Hofbräuhaus, zwischen Marienplatz, St. Peter und Viktualienmarkt gehst du jeweils nur 2 Minuten. Zusammen sind das 1 Std. 10 Min. reine Gehzeit.

Realistisch planst du ohne Residenz-Innenbesuch rund dreieinhalb Stunden: mit Kirchenbesuchen, einem Turm, Zeit an der Welle und einer Brotzeit am Markt. Wer Residenzmuseum und Schatzkammer mitnimmt, rechnet gut zwei Stunden dazu und ist dann eher sechs Stunden unterwegs. Die Varianten brauchen mit Aufenthalten etwa eine Stunde (ohne Residenz), anderthalb Stunden und zweieinhalb Stunden.

Bevor du am Stachus losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Stachus, Ende am Sendlinger Tor. Du kannst an jeder Station einsteigen; die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch vom Sendlinger Tor zurück zum Start.
  • Der passende Tag: Plane den Tag so, dass du Viktualienmarkt, die Ausstellung im Alten Hof, die Asamkirche und die Residenz geöffnet antriffst; nicht jede Station hat an jedem Tag offen.
  • Die richtige Tageszeit: Starte am Vormittag, damit du Frauenkirchturm und Residenz sicher vor dem letzten Einlass erreichst.
  • Kosten: Der Rundgang selbst kostet nichts. Eintritt zahlst du nur für die Extras: Frauenkirchturm, Residenz-Kombi und Alter Peter. Der AI Tour Guide startet mit 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Essen und Pausen zwischen Stachus und Viktualienmarkt

Auf dieser Route musst du nie lange nach Essen suchen. Die besten Pausen liegen um den Viktualienmarkt, für Bayerisches mit Tradition gibt es ein paar feste Adressen, und am Odeonsplatz sitzt du mit Blick auf den Hofgarten.

Schneider BräuhausIm Tal, ein klassisches bayerisches Wirtshaus und eine gute Adresse für Weißwurst am Vormittag.
Café TambosiIm Bazargebäude am Odeonsplatz, direkt am Hofgarten. Gut für einen Kaffee, bevor du in die Residenz gehst. (Odeonsplatz)
HaxnbauerIn der Sparkassenstraße 6, trotz zentraler Lage keine Touristenfalle. Nimm die halbe Schweinshaxe mit zwei Knödeln, das reicht völlig.
Augustiner KlosterwirtIn der Augustinerstraße 1, bekannt für Schweinsbraten und eine solide Alternative zu den Lokalen direkt am Marienplatz.
Biergarten und Brotzeit am ViktualienmarktIm Markt liegt ein gut bewerteter Biergarten. Hol dir an den Ständen Käse, Brot und Wurst; im Selbstbedienungs-Biergarten ist eigenes Essen erlaubt, du kaufst nur das Getränk. Wo Tischdecken liegen und bedient wird, gilt das nicht. Wer es deftig mag: Beim Pferdemetzger Wöhrle gibt es Fohlenleberkässemmel und Rossbratwurst, ziemlich rustikal. (Viktualienmarkt)
Kaffeestand am ViktualienmarktAm Markt steht ein sehr beliebter Kaffeestand, den viele für den besten der Stadt halten. Ein guter Moment zum Durchatmen vor der letzten Etappe. (Viktualienmarkt)
Schmalznudel im Café FrischhutMünchens älteste Bäckerei, berühmt für die Schmalznudel, ein bayerisches Schmalzgebäck. Altmodisch und echt, den kleinen Abstecher wert. Süßes gibt es außerdem bei Rischart am Marienplatz 18 und in der Chocolaterie Beluga am Viktualienmarkt 6. (nahe dem Viktualienmarkt)
Fensterplatz im Café GlockenspielVon den Fensterplätzen siehst du das Glockenspiel, ohne dich unten in die Menge zu stellen. (Marienplatz)

Touristenfallen in München, die du auf dieser Route meidest

  • Unterschriftenlisten am Marienplatz: Junge Leute mit Klemmbrett sammeln angeblich Unterschriften für einen guten Zweck und verlangen danach eine Spende. Wer ablehnt, wird manchmal laut angegangen, und gelegentlich dient die Liste nur als Ablenkung für einen Taschendieb. Freundlich weitergehen. (Marienplatz)
  • Vogelkot oder Senf auf der Jacke: Jemand zeigt auf einen Fleck an deiner Kleidung oder spritzt dich „aus Versehen“ mit Senf an und will beim Säubern helfen; ein Komplize greift derweil zu. Die Leute wirken gepflegt oder wie Touristen. Bedanken, Tasche festhalten, selbst putzen.
  • Der Foto-Trick: Jemand bittet dich, ein Foto zu machen, lässt die Kamera absichtlich fallen und verlangt Schadenersatz. Im Zweifel freundlich ablehnen.
  • Den Abend am Marienplatz oder im Hofbräuhaus verbringen: Die Lokale direkt am Platz leben von Laufkundschaft, und im Hofbräuhaus zahlst du für Maß und Haxe entsprechend viel. Anschauen lohnt sich, für den langen Abend gehst du besser in einen Augustiner-Biergarten, wo die Maß günstiger ist, oder an den Viktualienmarkt.
  • Augustiner Wirtshaus in der Kaufingerstraße an Spieltagen: Wenn der FC Bayern spielt, ist es voll mit Fans in Trikots. An Spieltagen meiden oder früh kommen.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch München
AI Tour Guide

Dein Guide ist bereit, sobald du am Stachus stehst.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch München, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

12Stopps 5,1km 1 Std. 10 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Mit dem AI Tour Guide durch die Altstadt

Auf dieser Route hängt vieles zusammen: Der Alte Hof erklärt, warum die Residenz gebaut wurde, das Sendlinger Tor schließt den Kreis zum Neuhauser Tor am Stachus. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch durch diese Fäden, erzählt die Geschichten der Orte und merkt sich, ob dich eher Herrscher, Bier oder Baukunst interessieren. Frag ihn zum Beispiel, was die Figuren im Glockenspiel darstellen oder wer der heilige Nepomuk war, und unterbrich ihn, wann immer du willst.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Altstadtrundgang

Lohnt sich der City Pass für diesen Rundgang?

Kaum. Alle bezahlten Extras dieser Route zusammen kosten weniger als der City Pass für einen Tag. Er rechnet sich erst bei drei oder mehr bezahlten Attraktionen am Tag. Verwechsle ihn nicht mit der Munich Card, die nur Rabatte gibt.

Muss ich für Toiletten bezahlen?

Ja, öffentliche Toiletten kosten in München fast überall etwas, auch in Bahnhöfen. Ältere Automaten nehmen nur Münzen. In Biergärten und großen Bierhallen mit Toilettenpersonal sind 50 Cent oder ein Euro Trinkgeld üblich.

Wie isst man eine Weißwurst richtig?

Vor Mittag, aus dem Topf mit heißem Wasser, ohne Haut. Bestellt wird stückweise, dazu Brezn, süßer Senf und ein Weißbier.

Wie komme ich vom Sendlinger Tor weiter?

Am Sendlinger-Tor-Platz halten sechs U-Bahn- und fünf Trambahnlinien. Wer noch Tage übrig hat: Augsburg, Landshut oder Salzburg haben eigene Rundgänge.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei einem der 12 Stopps: Residenz München verlangt eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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