Dom St. Stephan
Du startest am Dom St. Stephan, der Kirche des Bischofs von Passau und Hauptkirche seines Bistums. Seit dem Jahr 730 standen an dieser Stelle immer wieder Kirchen, der heutige Bau ist barock und rund 100 Meter lang. Er entstand zwischen 1668 und 1693, nachdem ein Brand 1662 den Vorgängerbau zerstört hatte. Vom alten Dom blieb nur die spätgotische Ostseite stehen; wenn du um die Kirche herumgehst, siehst du dort noch das Mittelalter im Barock stecken.
Drinnen arbeiteten drei Italiener zusammen: Carlo Lurago entwarf den Gesamtplan, Giovanni Battista Carlone schuf die Innenausstattung, Carpoforo Tencalla malte die Fresken. Der Besuch kostet nichts, und schon für einen ruhigen Blick ins Langhaus lohnt sich der Weg hinein.
Der eigentliche Star sitzt auf der Empore: die Orgel. Sie war einst die größte der Welt und ist heute noch die größte Kirchenorgel außerhalb der USA. 17.774 Pfeifen und 233 Register lassen sich vom fünfmanualigen Generalspieltisch aus spielen, insgesamt gibt es sechs Spieltische. Genau genommen ist sie mehrere Orgeln verschiedener Klangstile, über die Jahre immer weiter ergänzt. Wer Musik mag, plant ein Orgelkonzert ein; die Konzerte kosten Eintritt.
Hör auch nach oben: In den beiden Türmen hängen acht große Glocken. Die schwerste, die Pummerin mit 7.550 kg aus dem Jahr 1952, teilt sich den Südturm mit der Sturmerin von 1733. Die Elfuhrglocken schlagen jede Viertelstunde.
Zum Residenzplatz sind es nur 200 m, etwa 3 Minuten. Unterwegs kommst du am Domschatz- und Diözesanmuseum vorbei.
















