Munch-Museum Oslo
Die Runde beginnt in Bjørvika, am Munch-Museum. Seit 2020 tritt es unter dem Namen MUNCH auf, 2021 zog es in diesen Neubau. Das Haus ist ganz Edvard Munch gewidmet, zeigt aber auch zeitgenössische Kunst und bietet Musik, Performances, Gespräche und eigene Programme für Jugendliche.
Die Geschichte des Museums ist eine Geschichte des Wartens. Munch selbst redete schon zu Lebzeiten bei den Plänen für ein eigenes Museum mit. 1951 fiel die Entscheidung für einen Standort in Tøyen, eröffnet wurde dort aber erst 1963, genau hundert Jahre nach seiner Geburt. Grundlage ist sein Vermächtnis an die Stadt Oslo, eine der größten Sammlungen von Werken eines einzelnen Künstlers überhaupt: fast 28.000 Kunstwerke und mehr als 42.000 Museumsobjekte.
Dazu kommen die Sammlungen von Rolf Stenersen, Amaldus Nielsen und Ludvig O. Ravensberg, alle von Privatleuten geschenkt. Zusammen spannen die vier Sammlungen fast hundert Jahre Kunstgeschichte auf. Zu sehen sind immer fünf Sammlungsausstellungen gleichzeitig, dazu jedes Jahr sechs oder sieben Wechselausstellungen mit moderner und zeitgenössischer Kunst anderer Künstler.
Achte drinnen auf die Oberflächen: Munch ging mit Materialien oft unkonventionell um und experimentierte mit Techniken, was seinen Bildern ihren eigenen Charakter gibt und die Restaurierungsabteilung bis heute vor Rätsel stellt. Der Eintritt kostet; wer Munch über ein, zwei berühmte Motive hinaus kennenlernen will, sollte hier nicht sparen.
Zur Festung Akershus sind es 1740 m, etwa 24 Minuten zu Fuß. Unterwegs kommst du am Resistance Museum vorbei.




















