Nordertor
Vor dir steht Flensburgs Wahrzeichen: ein Stadttor aus rotem Backstein mit Torbogen und gestaffelten Giebeln. Auf der Nordseite hängen zwei Tafeln, schau sie dir an, bevor du durch den Bogen in die Stadt gehst. Auf Dänisch heißt das Tor Nørreport, und dieser zweite Name begleitet dich auf der ganzen Route.
Gebaut wurde es um 1595 oder 1596; ein genaues Datum kennt niemand, weil keine eindeutige Urkunde erhalten ist. Es ersetzte die ältere Norderpforte, die rund 100 Meter weiter südlich bei der Norderstraße 122 stand. Die Stadt war damals über ihre Mauer hinaus nach Norden gewachsen, also wanderte auch das Tor mit. Wie die alte Pforte aussah, zeigt vermutlich eine Stadtansicht von Georg Braun und Franz Hogenberg aus der Zeit um 1572.
Die Mauer selbst entstand seit spätestens 1345 Stück für Stück. Das Nordertor war vor allem ein Kontrolltor: Wer ein- oder ausreiste, wurde hier geprüft, und nachts blieb es zu. Von den übrigen großen Toren, etwa dem Roten Tor im Süden, ist kaum etwas geblieben, umso wertvoller ist dieses hier.
Gleich am Start liegt auch die Phänomenta Flensburg. Für den Rundgang gehst du vom Tor nur 220 Meter, rund drei Minuten, zu den Kaufmannshöfen.




















