Altmarkt
Du startest auf dem ältesten Platz Dresdens. Der Altmarkt wurde mit der Stadtgründung planmäßig angelegt, ein Rechteck von etwa 130 mal 100 Metern, und taucht 1370 als „circulus“ zum ersten Mal in den Urkunden auf; später heißt er margt, ring und forum. Altmarkt nennt man ihn erst, seit um 1550 mit der ersten Stadterweiterung ein neuer Markt an der Frauenkirche entstand, der Neumarkt.
Schau dich ringsum um: Fast alles, was du siehst, ist jünger, als der Platz vermuten lässt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Großteil der alten Bebauung zerstört, wiederaufgebaut wurde nur die Kreuzkirche, über Jahrhunderte die wichtigste Kirche der Stadt. West- und Ostseite entstanden in den 1950er Jahren in einem Stil, der sich bewusst an das barocke Dresden anlehnt. An der Nordseite setzte man dagegen mit dem Kulturpalast einen modernen Solitär, und die Südseite wurde erst nach 1990 mit zwei Neubauten geschlossen. Belag und Stadtmöbel wurden bis 2009 erneuert.
Bekannt ist der Platz vor allem durch den Striezelmarkt, der seit 1434 hier stattfindet und zu den ältesten Weihnachtsmärkten der Welt zählt. Ein Detail für Neugierige: Bis ins 18. Jahrhundert floss an der Süd- und Westseite ein offener Arm des Kaitzbachs zur Elbe, gedacht vor allem als Löschwasser, später auch für Gewerbe und Reinigung.
Der Platz ist frei; in der Altmarkt-Galerie zahlst du nur, was du in den Geschäften kaufst. Zur Frauenkirche sind es 350 m, etwa fünf Minuten zu Fuß.
















