Vatikanische Museen
Du beginnst mit der Sammlung der Päpste. Die Vatikanischen Museen zeigen, was Kirche und Papsttum über Jahrhunderte zusammengetragen haben: rund 70.000 Werke, von denen etwa 20.000 ausgestellt sind, darunter berühmte römische Skulpturen und Hauptwerke der Renaissance. Auf dem Besucherweg liegen die Stanzen, die Raffael ausgemalt hat, und ganz am Ende, als letzter der 24 Säle, die Sixtinische Kapelle mit Michelangelos Decke und Altarwand.
Angefangen hat alles mit einer einzigen Marmorfigur. Am 14. Januar 1506 fand ein Winzer in seinem Weinberg nahe Santa Maria Maggiore die Laokoon-Gruppe: den trojanischen Priester und seine beiden Söhne im Kampf mit riesigen Schlangen. Papst Julius II. schickte Giuliano da Sangallo und Michelangelo, die gerade im Vatikan arbeiteten, zur Begutachtung. Auf ihren Rat kaufte er die Skulptur sofort und stellte sie genau einen Monat nach dem Fund öffentlich aus. Achte im Rundgang auf diese Gruppe: Sie ist die Keimzelle des ganzen Hauses.
Später kamen weitere Sammlungen dazu: Benedikt XIV. gründete das Museum Christianum, Pius IX. per Dekret 1854 das Lateranmuseum. Zum 500. Geburtstag im Oktober 2006 öffneten die Museen dauerhaft die Ausgrabungen einer Nekropole am Vatikanhügel. 2024 kamen 6,8 Millionen Besucher, nur der Louvre zählte unter den Kunstmuseen mehr.
Lohnt sich der Eintritt? Wenn dich Kunst auch nur ein bisschen interessiert, ja; plane mindestens drei Stunden ein, denn die Sixtinische Kapelle erreichst du erst ganz am Schluss. Online buchen kostet eine kleine Gebühr extra. Danach sind es 880 m, etwa 12 Minuten, zum Petersdom.






















