Tallinn auf eigene Faust: Altstadt und Domberg

Vom Geschützturm am Nordende der Langstraße hinauf auf den Domberg und wieder hinab zum Rathausplatz: zwölf Stopps, 3,2 km und eine Stadt voller Legenden.

12 Stationen 3,2 km ~46 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Tallinn
Stopp 1 von 12
260 m·3 Min.
Dicke Margarethe
Geh südwest zur St.-Olaf-Kirche die Pikk-Straße entlang.
Tere, willkommen in Tallinn! Ich bin Alex, und hier über den mittelalterlichen Dächern war ein Kirchturm erst Weltrekordhalter und dann immer wieder Blitzfänger.
Diese Tour mit Alex ausprobieren
Diese Tour mit Alex ausprobieren

Die Route auf einen Blick

Zwölf Stopps vom Turm Dicke Margarethe über den Domberg bis zur Lehmpforte: 3,2 km und 46 Minuten reine Gehzeit. Ohne Innenbesuche bist du knapp drei Stunden unterwegs, mit Museum, Turmblick und Kiek in de Kök rund fünf.

Eintritt kosten das Seefahrtsmuseum im Turm, der Turm der Olaikirche und das Museum im Kiek in de Kök; Kirchen, Plätze, Garten und Aussicht sind frei. Route, Karte und GPS-Navigation laufen kostenlos im Browser, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

Kostenloses GPS & optionalen AI Tour Guide öffnen
Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 12 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Tallinn Stadtrundgang über den Domberg

12 Stopps 3,2 km 46 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 12 Stationen auf dieser Route

  1. Dicke Margarethe in Tallinn, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Dicke Margarethe
  2. Olaikirche in Tallinn, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Olaikirche
  3. Schwarzhäupterhaus in Tallinn, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Schwarzhäupterhaus
  4. Aussichtsplattform Kohtuotsa in Tallinn, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Aussichtsplattform Kohtuotsa
  5. Tallinner Dom, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Tallinner Dom
  6. Alexander-Newski-Kathedrale in Tallinn, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Alexander-Newski-Kathedrale
  7. Schloss Toompea in Tallinn, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Schloss Toompea
  8. Kiek in de Kök in Tallinn, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Kiek in de Kök
  9. Garten des Dänischen Königs in Tallinn, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Garten des Dänischen Königs
  10. Raekoja plats in Tallinn, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Raekoja plats
  11. Katharinengang in Tallinn, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Katharinengang
  12. Lehmpforte in Tallinn, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Lehmpforte
  13. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

    Kostenlos im Browser starten
    Geschafft

Station für Station durch deinen Tallinn Rundgang

  1. 1

    Dicke Margarethe

    Dicke Margarethe in Tallinn, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schau dir zuerst die Proportionen an: Die Dicke Margarethe ist breiter als hoch, für einen Turm ungewöhnlich. Rund 24 Meter misst sie im Durchmesser, etwa 20 Meter in der Höhe, und ihre Mauern sind ungefähr fünf Meter dick. Sie steht am nördlichsten Punkt der Altstadt am Ende der Langstraße, estnisch Pikk; unmittelbar westlich schließt das Stadttor Große Strandpforte an, etwas südlich steht der Stolting-Turm.

    Gebaut wurde sie ab 1510 oder 1511, fertig war sie 1529 oder 1530. Die Waffentechnik hatte sich verbessert, also rüstete Reval seine Befestigung auf: Der Geschützturm sollte die Stadt gegen Angriffe von der nahen Ostsee schützen und wohl auch alle beeindrucken, die vom Meer her ankamen. Neu war, dass schon das erste ihrer vier Stockwerke Schießscharten hatte. Später diente der Turm als Arsenal und zwölf Jahre lang als Gefängnis, bis er ausbrannte. Woher der Name Margarethe kommt, weiß übrigens niemand genau.

    Dass du heute vor einem sanierten Turm stehst, hat mit Olympia zu tun. Als 1974 feststand, dass die Sommerspiele 1980 in Moskau stattfinden und die Segelwettbewerbe in Tallinn, ließ man historische Bauten der Altstadt herrichten, darunter Turm und Strandpforte. Ab 1978 arbeitete die polnische Firma Budimex daran, mit Verzögerungen; das Seefahrtsmuseum, seit 1965 schon in einem Nebengebäude, öffnete im Turm am 27. April 1981.

    Hinein lohnt sich vor allem, wenn dich Seefahrt und Festungsbau interessieren; vom Dach aus hast du Aussicht, in den Sommermonaten gibt es dort ein Café. Wer die Altstadt in den Vordergrund stellt, bleibt draußen und spart Zeit. Zur Olaikirche sind es 260 m, etwa vier Minuten.

    Name vor Ort
    Paks Margareeta
    Öffnungszeiten
    Mai–Sep täglich 10:00–19:00 · Okt–Apr Di–So 10:00–18:00 · letzter Einlass 30 Min. vor Schluss
    Preis
    16 EUR Erwachsene · 5 EUR Alter 9–18/Studenten · unter 8 kostenlos · Familie 30 EUR
  2. 2

    Olaikirche

    Olaikirche in Tallinn, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mit 123,7 Metern ist die Olaikirche der höchste Kirchenbau Estlands. Ihr Name erinnert an den norwegischen König Olav II. Haraldsson, als Heiliger Schutzpatron der Seefahrer. Vermutlich stand hier schon vor dem 12. Jahrhundert eine Kirche, errichtet von skandinavischen Kaufleuten, passend zu einer Stadt, die vom Handel über das Meer lebte.

    Erstmals erwähnt wird sie 1267: Königin Margarete von Dänemark übertrug damals die Pfarrrechte dem Zisterzienserinnenkloster St. Michael in Reval. Den Turm nennen die Quellen 1364. Mit der Reformation wurde die Kirche lutherisch und hatte bis 1939 eine große, überwiegend deutschsprachige Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand sie ohne Gemeinde da, 1950 übergab das Sowjetregime sie den Baptisten, die hier bis heute Gottesdienste feiern.

    Weniger fromm war eine andere Nutzung: Zwischen 1944 und 1991 diente die Turmspitze dem estnischen Zweig des KGB, dessen Zentrale in der Nähe lag, als Funkturm und Beobachtungsposten.

    Und dann ist da die Legende. Die Tallinner wollten die höchste Kirche der Welt, doch ein Fluch sollte jeden töten, der sie vollendet. Ein Fremder bot sich an, verlangte aber eine Summe, die die Stadt nicht zahlen konnte. Sein Angebot: Errät ihr meinen Namen, erlasse ich euch die Schuld. Ein Späher hörte schließlich, wie die Frau des Fremden in einem Lied den Namen Olev sang.

    In die Kirche kommst du ohne Eintritt, der Aussichtsturm mit seiner Plattform auf 60 Metern kostet extra. Er lohnt sich, wenn du den Rundumblick und den Hafen von oben willst; wer nur das klassische Foto der roten Dächer sucht, bekommt es später auf dem Domberg gratis. Zum Schwarzhäupterhaus sind es 300 m, rund vier Minuten.

    Name vor Ort
    Oleviste kirik
    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–18:00, letzter Turmeinlass 17:30 · komplett geschlossen 1. Nov. – 31. März
    Preis
    Kirche kostenlos · Aussichtsturm 10 EUR (5 EUR ermäßigt, unter 7 kostenlos)
  3. 3

    Schwarzhäupterhaus

    Schwarzhäupterhaus in Tallinn, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    In der Langstraße 26 steht das Schwarzhäupterhaus, das einstige Gemeinschaftshaus der Bruderschaft der Schwarzhäupter. Es steht unter Denkmalschutz und dient heute Kulturveranstaltungen; einen öffentlichen Innenbesuch gibt es nicht, du betrachtest es also von der Straße aus.

    Die Bruderschaft entstand 1399, als die unverheirateten Mitglieder aus der Großen Gilde der Kaufleute austraten. Wer heiratete, wechselte zurück in die Große Gilde; später kamen auch ausländische Kaufleute dazu, die sich in Reval aufhielten. Der Name geht auf ihren Schutzpatron zurück, den Heiligen Mauritius, der als Mohr dargestellt wurde.

    Diese jungen Kaufleute waren keine Stubenhocker. Sie ritten bei Turnieren mit, und 1536 warf vermutlich ein Schwarzhäupter einen Landadligen aus dem Sattel, was die Stadt erheblich in Aufruhr brachte. Für die Verteidigung stellten sie eine berittene Einheit: Am 11. September 1560 fielen vor den Mauern zehn von ihnen im Kampf gegen russische Truppen. Noch im 19. Jahrhundert stellten sie die berittene Ehreneskorte für die kaiserliche Familie, in Uniformen, die ihnen Zar Nikolai I. verliehen hatte.

    Weil es in Reval keine Gasthäuser für gehobene Ansprüche gab, beherbergte die Bruderschaft auch reisende Kaufleute. In ihr Bruderbuch trugen sich Gäste ein, darunter die russischen Monarchen seit Peter dem Großen. Von hier geht es mit 810 m und etwa 13 Minuten auf der längsten Etappe hinauf auf den Domberg.

    Name vor Ort
    Mustpeade maja
    Öffnungszeiten
    Fassade jederzeit sichtbar
    Preis
    Nur Außenbereich, kein öffentlicher Innenzugang
  4. 4

    Aussichtsplattform Kohtuotsa

    Aussichtsplattform Kohtuotsa in Tallinn, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Nach dem Aufstieg wartet die Belohnung: Die Aussichtsplattform Kohtuotsa in der Kohtu-Straße 12 liegt an der Nordseite des Dombergs (Toompea). Von hier blickst du über die Altstadt und das Stadtzentrum, dahinter auf den Finnischen Meerbusen, den Hafen von Tallinn und Pirita.

    Das ist der Blick der Postkarten: die roten Dächer der Unterstadt mit der Spitze der Olaikirche mitten im Bild. Die Plattform ist frei zugänglich, rund um die Uhr und das ganze Jahr. Gleich daneben liegt mit der Patkuli-Plattform ein zweiter freier Aussichtspunkt, falls du den Blick aus einem anderen Winkel willst.

    Nimm dir hier ein paar Minuten, bevor es weitergeht: Zum Tallinner Dom sind es 270 m, etwa vier Minuten.

    Name vor Ort
    Kohtuotsa vaateplats
    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet, ganzjährig
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Tallinner Dom

    Tallinner Dom, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Tallinner Dom, estnisch Toomkirik, ist die Hauptkirche der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Geweiht ist er der Jungfrau Maria, daher auch der Name Domus Mariana, so wie das von deutschem Orden und dänischem König eroberte Alt-Livland der Maria geweiht war.

    Erwähnt wird der Dom erstmals 1219. Den heutigen Bau begann man vermutlich in den 1230er Jahren, fertig war er 1240. König Waldemar II. machte ihn zur Hauptkirche seiner estnischen Besitzungen. Bis 1560 war er Kathedrale der katholischen Bischöfe von Reval, danach predigten hier lutherische Bischöfe und Superintendenten. In der Schwedenzeit amtierten ein deutscher und ein schwedischer Pfarrer nebeneinander.

    Am Dom hing auch Bildung: Die Domschule auf dem Domberg bestand mit Unterbrechungen vermutlich vom 13. Jahrhundert an bis 1939. Anfangs bildete sie geistlichen Nachwuchs aus und gab Bürgerkindern den ersten Unterricht. Bis 2018 nutzte die deutsche Gemeinde des Dombergs die Kirche, heute die Domgemeinde der Heiligen Jungfrau Maria.

    Der Eintritt ist frei, also geh hinein. Danach sind es nur 170 m, etwa zwei Minuten, zur Alexander-Newski-Kathedrale.

    Name vor Ort
    Tallinna toomkirik
    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–16:00 · geschlossen Montag
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Alexander-Newski-Kathedrale

    Alexander-Newski-Kathedrale in Tallinn, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Fünf Zwiebelkuppeln mit vergoldeten Eisenkreuzen, ein Sockel aus finnischem Granit: Die Alexander-Newski-Kathedrale ist die größte Kuppelkirche der Stadt. Der Architekt Michail Preobraschenski entwarf sie im typischen russischen Neostil, gebaut wurde zwischen 1894 und 1900, als Estland zum Russischen Reich gehörte.

    Innen lohnt sich der Blick: drei vergoldete, geschnitzte Ikonostasen aus Holz, vier Ikonenkästen, Ikonen, die in Sankt Petersburg auf Kupfer- und Zinkplatten gemalt wurden, und Buntglasfenster. Es gibt drei Altäre; der nördliche ist Wladimir I. geweiht, der südliche Sergius von Radonesch. Elf Glocken kamen aus Sankt Petersburg, die größte wiegt rund 16 Tonnen, mehr als die zehn anderen zusammen.

    Beliebt war die Kathedrale bei vielen Esten nie. Sie entstand in der Zeit der Russifizierung und galt als Symbol der Unterdrückung. In den 1920er und 1930er Jahren beriet die Regierung des unabhängigen Estland auf Druck der Bevölkerung mehrfach über ihren Abriss; der Architekt Karl Burman schlug 1924 vor, sie abzureißen oder zu einem Pantheon der Unabhängigkeit umzubauen. Entschieden wurde nie. In der Sowjetzeit verfiel sie, seit 1991 ist sie sorgfältig restauriert. Der spätere Moskauer Patriarch Alexius II. begann hier seinen Dienst als Priester.

    Heute ist sie die Hauptkathedrale der Estnischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Schloss Toompea liegt 210 m weiter, drei Minuten.

    Name vor Ort
    Aleksander Nevski katedraal
    Öffnungszeiten
    Täglich 08:00–18:00 · Samstag bis 19:00
    Preis
    Kostenlos (Spenden willkommen)
  7. 7

    Schloss Toompea

    Schloss Toompea in Tallinn, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schloss Toompea ist heute Sitz des estnischen Parlaments, des Riigikogu. Achte auf die Türme, die der Deutsche Orden errichtete: Pilsticker, Stür den Kerl, Landskrone und vor allem der Lange Hermann, 48 Meter hoch. Auf ihm wird jeden Tag bei Sonnenaufgang zur Nationalhymne die estnische Flagge gehisst und bei Sonnenuntergang eingeholt.

    Schon seit mindestens dem 9. Jahrhundert stand hier eine estnische Burg. 1219 eroberten dänische Kreuzfahrer unter König Waldemar II. den Ort; die Legende vom Dannebrog, der dabei vom Himmel fiel, hörst du gleich im Garten des Dänischen Königs. Die Burg hieß lateinisch castrum danorum, im alten Estnisch taani linna, Burg der Dänen, und daraus leitet sich möglicherweise der Name Tallinn ab.

    Danach wechselten die Herren schnell: 1227 der Schwertbrüderorden, der den Umbau begann, aus dem im Wesentlichen die heutige Burg stammt; 1237 wieder Dänemark; 1346 Verkauf an den Deutschen Orden. Weil der ein geistlicher Orden war, glich die Burg in manchem einem Kloster, mit Kapelle, Kapitelsaal und Schlafsaal der Ritter. Nach der Reformation und den Kriegen des 16. Jahrhunderts gehörte Nordestland ab 1561 zu Schweden.

    Der Besuch ist kostenlos; ins Parlamentsgebäude kommst du mit einer Führung nach Anmeldung. Weiter geht es 290 m, etwa vier Minuten, zum Kiek in de Kök.

    Name vor Ort
    Toompea loss
    Öffnungszeiten
    Mo–Do 10:00–15:00 · Fr 10:00–13:00 · geschlossen Wochenenden
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Kiek in de Kök

    Kiek in de Kök in Tallinn, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Kiek in de Kök heißt auf Niederdeutsch „Guck in die Küche“, und genau das konnten die Wachen von hier oben bei den Nachbarn. Der Geschützturm ist der höchste Turm der Tallinner Stadtmauer: ursprünglich sechs Stockwerke, etwa 38 Meter hoch, rund, unten etwa 17,3 Meter im Durchmesser und oben, wo er vorkragt, etwa 18,5.

    Ein kleinerer Vorgänger stand schon vor 1475; in jenem Jahr ist vom „neuen Turm hinter Bolemanns Sauna“ die Rede, fertig wurde er 1483. Bei der Belagerung durch Truppen des Moskauer Zarenreichs 1577 wurde er schwer beschädigt. Zur Erinnerung an den Livländischen Krieg mauerte man große Kanonenkugeln in die Wand; halte draußen nach ihnen Ausschau.

    Zwischen 1693 und 1697 baute man den Turm gründlich um: Sein Fuß verschwand in der neuen Ingermanländischen Bastion, der Eingang kam in den dritten Stock, wo er bis heute liegt, und ein bis zu 3,5 Meter dickes Dach aus Kalkstein kam obenauf. Im Keller lag ein Salzlager, der Turm selbst diente als Pulvermagazin. Als die Festung 1864 aufgegeben wurde, schenkte Zar Alexander II. ihn der Karlsgemeinde; nun zogen Handwerker, Wohnungen und ein Kraftsportsaal ein. 1938 regte Präsident Konstantin Päts hier ein staatliches Geschichtsmuseum an.

    Das heutige Museum kostet Eintritt, das Ticket gilt für das ganze Haus mit vier Türmen. Es lohnt sich für alle, die Festungsgeschichte mögen; dort zeigen sie auch den geschnitzten Kopf vom alten Pranger des Rathausplatzes. Danach gehst du 160 m, etwa zwei Minuten, an der Stadtmauer entlang zum Garten des Dänischen Königs.

    Öffnungszeiten
    Mai–Sep täglich 11:00–18:00 · Okt–Apr Di–So 11:00–18:00 (Mo geschlossen)
    Preis
    16 EUR Erwachsene (ganzes Museum, 4 Türme) · 10 EUR ermäßigt · 32 EUR Familie
  9. 9

    Garten des Dänischen Königs

    Garten des Dänischen Königs in Tallinn, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Garten des Dänischen Königs ist eine kleine Grünanlage am Hang des Dombergs, Adresse Lühike jalg 1, frei zugänglich zu jeder Zeit. Hier spielt die bekannteste Legende der Stadt: Am 15. Juli 1219 griffen estnische Krieger das Lager des dänischen Königs Waldemar II. an, der mit seiner Flotte gelandet war. In höchster Not betete der König, und vom Himmel fiel eine rote Fahne mit weißem Kreuz. Ermutigt schlugen die Dänen den Angriff zurück. Aus der Fahne wurde die dänische Nationalflagge, der Dannebrog, und es folgte mehr als ein Jahrhundert dänischer Herrschaft über Tallinn und Nordestland.

    Eine zweite Legende erklärt den Namen anders: Im 14. Jahrhundert schlichtete König Erik Menved 1311 einen Streit zwischen den Bürgern der Unterstadt und den Vasallen des Königs auf dem Domberg über den Verlauf der neuen Stadtmauer. Aus Dankbarkeit sollen die Bürger dem Ort seinen Namen gegeben haben.

    Such im Garten nach den drei Mönchen: Ambrosius, der wartende Mönch, steht am Rand des Wegs um das runde Beet; Bartholomeus, der betende, beim Tor zur Unterstadt an einer Hauswand; Claudius, der beobachtende, auf der Brüstung des älteren, niedrigeren Mauerteils neben einer Maueröffnung. Seit 2012 steht hier außerdem die Skulptur „Tuli lipp“ zur Flaggenlegende, und eine Steintafel erinnert an die Künstler Paul und Kristjan Raud, die im Jungfrauenturm arbeiteten. Jedes Jahr am 15. Juni feiert man hier den Tag des Dannebrog.

    Von hier geht es 390 m, etwa fünf Minuten, hinunter zum Raekoja plats.

    Name vor Ort
    Taani kuninga aed
    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet, ganzjährig
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Raekoja plats

    Raekoja plats in Tallinn, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Raekoja plats, der Rathausplatz, ist das Herz der Altstadt: Acht Gassen münden hier, von der Schuhstraße bis zur Fuhrmannsgasse. An der Südseite steht das Rathaus, an der Nordostseite die Ratsapotheke in Hausnummer 11. Seinen heutigen Namen trägt der Platz erst seit 1923; vorher hieß er unter anderem Neumarkt, Deutscher Markt, Großer Markt und Schwedischer Markt.

    Erwähnt wird er erstmals 1313, gepflastert war er schon im 14. Jahrhundert. Bis 1896 war er Marktplatz; Jahrmärkte und der Weihnachtsmarkt finden bis heute hier statt, und überliefert ist, dass 1441 auf dem Platz das erste Weihnachtsfest gefeiert wurde. 1337 stellte man in der Mitte einen Pranger auf, der bis 1816 blieb; sein Standort ist markiert, den geschnitzten Kopf hast du im Kiek in de Kök gesehen oder dort verpasst. Markiert ist auch der Platz des alten Waagehauses, das beim sowjetischen Luftangriff 1944 zerstört wurde.

    Schau auf das Pflaster: Eine eingelassene Steinplatte markierte den Mittelpunkt der Stadt, von dem aus Entfernungen in Reval gemessen wurden. Und ein großes L aus zwei Steinen zeigt die Stelle, an der ein Priester enthauptet wurde. Er hatte im Zorn die Magd einer Schenke mit einer Axt erschlagen; es war die einzige Hinrichtung innerhalb der Stadtmauern.

    Der Platz ist frei und immer offen. Zum Katharinengang sind es nur 110 m, eine Minute.

    Öffnungszeiten
    Platz rund um die Uhr geöffnet, ganzjährig
    Preis
    Platz kostenlos
  11. 11

    Katharinengang

    Katharinengang in Tallinn, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Katharinengang verbindet die Vene-Straße mit der Müürivahe; er beginnt zwischen den Häusern Vene 12 und 14 und führt bis zum Haus Müürivahe 35. Seinen Namen bekam er erst 1996, doch an seiner Südseite lehnt das Mittelalter: Grabplatten an der Außenwand der einstigen Katharinenkirche der Dominikaner.

    Im Mittelalter begrub man angesehene Menschen in Kirchen und deckte ihre Gräber mit Platten; der Boden der Katharinenkirche war großteils damit belegt. Mit der Reformation schloss der Rat 1525 Kirche und Kloster und wies die Mönche aus der Stadt. 1874 kaufte der Großkaufmann Andreas Koch einen Teil des Geländes und baute in den Westteil der Kirche einen Speicher, mit den Grabsteinen als Fußboden.

    Die Platten gingen danach auf Reisen. 1882 holte sich Baron Arthur Girard de Soucanton dreizehn der besterhaltenen und stellte sie an den Weg seines Sommerguts Rocca al Mare, scherzhaft „Via Appia“ genannt. Andere waren schon vor dem Zweiten Weltkrieg an der Südwand des Speichers mit Klammern befestigt worden. 1959 und 1960 kamen die Steine aus Rocca al Mare zurück und sind seither zusammen mit den übrigen hier ausgestellt.

    Lies die Namen: Herr Adolf, gestorben um 1330, Hinricus Cocus († 1385), Johan Oldendorp († 1448), Hans Verlink († 1470). Der Gang ist frei und immer offen. Bis zur Lehmpforte sind es 280 m, etwa drei Minuten.

    Name vor Ort
    Katariina käik
    Öffnungszeiten
    Durchgang rund um die Uhr geöffnet, ganzjährig
    Preis
    Kostenlos
  12. 12

    Lehmpforte

    Lehmpforte in Tallinn, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die beiden schlanken Rundtürme der Lehmpforte, estnisch Viru värav, halten viele für das alte Stadttor. Tatsächlich sind sie die Wachtürme des Vortors, das im 14. Jahrhundert vor dem eigentlichen Tor entstand; das Haupttor selbst wurde im 19. Jahrhundert beim Ausbau der Stadt abgerissen. Heute sind die Türme sogar als Marke Tallinns eingetragen.

    Der alte Name Lehmpforte, estnisch Savivärav, kommt von großen Lehmgruben dort, wo heute der Viru-Platz liegt. Von hier führte der Weg Richtung Narva, deshalb hieß das Tor auch Narvaer Tor. Das Tor wurde 1345 angelegt, um 1370 kam das erste Vortor dazu, und 1446 ersetzte man es durch ein zweistöckiges Torhaus mit den schlanken Rundtürmen an den Ecken. Im 16. Jahrhundert hatte die Stadtmauer acht Tore, jedes mit einem rechteckigen Hauptturm und oft kleinen runden Türmen am Vortor.

    Achte auf ein Detail: Das Festungstor der Vana-Viru-Straße wurde 1842 abgerissen, doch ein Seitenpfosten steht noch neben dem Haus Nummer 10. Früher drehte sich nördlich des Torhauses eine Wassermühle, auf der anderen Seite lag ein Teich, gespeist von einem Kanal vom Ülemiste-See.

    Hier endet der Rundgang, frei und zu jeder Zeit zugänglich. Wenn du zurück zur Dicken Margarethe willst, führt dich die GPS-Navigation auf Wunsch zum Start.

    Name vor Ort
    Viru värav
    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet, ganzjährig
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Tallinn Route geladen
Dicke MargaretheOlaikircheSchwarzhäupterhausAussichtsplattform Kohtuotsa+8
Alle 12 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Tallinn entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 12 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

12Stopps 3,2km 46 Min.Gehzeit 13Sprachen
▶Tour kostenlos starten

Kostenlos starten · Läuft im Browser · Keine App, kein Download

Kürzere Wege durch die Altstadt

Nicht jeder hat einen halben Tag. Diese drei Varianten nutzen dieselbe Route und lassen nur Teile oder die Innenbesuche weg.

Nur der Domberg

Stopps: 4, 5, 6, 7, 8, 9

Für alle, die Kirchen, Burg und Aussicht wollen: von der Aussichtsplattform Kohtuotsa über Dom, Kathedrale und Schloss bis zum Garten des Dänischen Königs. Reine Gehzeit 15 Minuten. Eintritt kostet nur das Museum im Kiek in de Kök; ohne es reicht gut eine Stunde.

Die ganze Runde ohne Eintritt

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12

Alle zwölf Stopps mit 46 Minuten reiner Gehzeit, aber du bleibst bei der Dicken Margarethe und im Kiek in de Kök draußen und lässt den Olaiturm aus. Die Kirchen besuchst du trotzdem, denn sie sind frei. So bist du in knapp drei Stunden durch.

Vom Garten in die Unterstadt

Stopps: 9, 10, 11, 12

Für den kurzen Nachmittag: vom Garten des Dänischen Königs über den Raekoja plats und durch den Katharinengang zur Lehmpforte. Reine Gehzeit 9 Minuten, alles frei, mit Schauen und einer Kaffeepause etwa eine Stunde.

Wie lange dauert der Tallinn Rundgang mit Domberg?

Die Route beginnt unten am Nordende der Altstadt, steigt auf der längsten Etappe mit 810 m auf den Domberg, verbindet dort fünf Stopps auf kurzen Wegen und führt am Kiek in de Kök entlang der Stadtmauer wieder hinab in die Unterstadt. Reine Gehzeit: 46 Minuten für 3,2 km.

Realistisch planst du ohne Innenbesuche knapp drei Stunden, weil du in den Kirchen, am Aussichtspunkt und auf dem Rathausplatz stehen bleiben willst. Mit Seefahrtsmuseum und Kiek in de Kök, je rund eine Stunde, und dem Olaiturm wird daraus ein Rundgang von etwa fünf Stunden. Die Domberg-Variante braucht ohne Museum gut eine Stunde, mit Kiek in de Kök etwa zwei; die Unterstadt-Variante etwa eine.

Bevor du an der Dicken Margarethe losgehst

  • Start: Empfohlen an der Dicken Margarethe am Nordende der Langstraße. Du kannst aber an jedem Stopp einsteigen; die Reihenfolge hier ist die empfohlene.
  • Ende: An der Lehmpforte. Die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch zurück zum Start.
  • Tageszeit: Wer ins Seefahrtsmuseum, auf den Olaiturm, in den Dom und ins Kiek in de Kök will, startet am Vormittag, damit alle Innenbesuche in den Tag passen.
  • Eintritt: Eintritt kosten das Seefahrtsmuseum in der Dicken Margarethe, der Turm der Olaikirche und das Museum im Kiek in de Kök. Olaikirche, Tallinner Dom, Alexander-Newski-Kathedrale, Schloss Toompea, Aussichtsplattform, Garten, Platz, Gang und Tor sind frei; das Schwarzhäupterhaus siehst du nur von außen.

Essen und Pausen zwischen Langstraße und Lehmpforte

Die Route endet in der Unterstadt, genau dort, wo du am besten isst: nicht auf den Terrassen am Platz, sondern eine Gasse weiter. Für Kaffee und Kuchen gibt es ein paar Adressen mit Charakter.

III DraakonMittelalterlich, schnell und ohne Schnickschnack: Elchsuppe und herzhafte Teigtaschen, von Einheimischen fast einhellig empfohlen. Meist bekommst du ohne Reservierung einen Platz. (im Rathausgebäude am Raekoja plats)
Rataskaevu 16Die Adresse, die in Tallinn am häufigsten genannt wird. Reserviere etwa eine Woche vorher; ohne Reservierung hast du nur pünktlich zur Mittagsöffnung eine Chance. Ist alles voll, probier Niguliste 6, gleiche Betreiber und teils dieselben Gerichte. (wenige Minuten vom Raekoja plats)
KompressorIn der Rataskaevu 3, bekannt für Riesenpfannkuchen. Eine bodenständige Alternative zu den Lokalen am Platz.
Clayhills GastropubEin Gastropub der mittleren Preisklasse, gut für ein spätes Frühstück oder eine Rückkehr am Abend. (Langstraße (Pikk 13), am Anfang der Route)
Mittags-Tagesangebot (päevapakkumine)Viele Lokale, auch in der Altstadt, bieten mittags ein warmes Tagesgericht an, meist mit Brot, Wasser und Salat. So essen auch die Einheimischen günstig.
BWB Gastro BarEine preiswerte Adresse direkt am Ende der Route. (Vana-Viru, bei den Toren der Lehmpforte)
Cafe MaiasmokkEin Café mit angeschlossener Schokoladenmanufaktur; schau vor dem Gehen bei den handbemalten Marzipanengeln vorbei.
Caffe CarissimiItalienischer Kaffee in ruhiger Atmosphäre, und niemand drängt dich zum Gehen. (Müürivahe 52, an der Stadtmauer, in der Straße, zu der der Katharinengang führt)
SoorikukohvikEin traditionelles, günstiges estnisches Café, bekannt für seine Donuts, dazu Kartoffelsalat, belegte Brote und gefüllte Pfannkuchen.

Touristenfallen in Tallinn, die du leicht umgehst

  • Terrassen direkt am Rathausplatz: Hier essen fast nur Touristen; draußen locken Preise, drinnen liegt mitunter eine andere Karte. Geh eine Gasse weiter, zu Rataskaevu 16, Kompressor, Rado oder Lee, oder bleib bei der Suppe im III Draakon. (Raekoja plats)
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Tallinn
AI Tour Guide

Dein Guide für Tallinn ist bereit, wenn du es bist.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Tallinn, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

12Stopps 3,2km 46 Min.Gehzeit 13Sprachen
▶Tour kostenlos starten

Kostenlos starten · Läuft im Browser · Keine App, kein Download

Was der AI Tour Guide auf dieser Route anders macht

Auf dieser Route treffen Kaufleute, Ordensritter, Zaren und Sowjetzeit aufeinander, und der AI Tour Guide führt dich als Gespräch hindurch: Er begrüßt dich an der Dicken Margarethe, erzählt die Geschichten der Orte, fragt, was dich packt, und vertieft das, etwa wie der Alltag im Dominikanerkloster aussah oder wie die Bruderschaft ihre Feste feierte. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
Tour kostenlos starten

Häufige Fragen zu Tallinn

Gibt es ein Kombiticket für das Seefahrtsmuseum?

Ja. Wer neben der Dicken Margarethe auch den Wasserflugzeughafen (Lennusadam) besuchen will, fährt mit dem kombinierten Ticket des Seefahrtsmuseums günstiger als mit zwei Einzeltickets; es gilt eine Woche. Frag direkt an der Kasse der Dicken Margarethe danach.

Was ist ein päevapakkumine?

Das Tagesangebot zur Mittagszeit: ein warmes Gericht, oft mit Brot, Wasser und Salat. Viele Lokale in der Altstadt bieten es an, und es ist die günstigste Art, nach dem Rundgang gut zu essen.

Wie komme ich nach dem Rundgang zurück zum Start?

Die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch von der Lehmpforte zurück zur Dicken Margarethe. Wer lieber fährt, bestellt ein Bolt statt eines Taxis von der Straße.

Wohin geht es nach Tallinn?

Für einen weiteren Rundgang in Estland bieten sich Tartu, Haapsalu oder Pärnu an. Über den Finnischen Meerbusen liegt Helsinki nur 82 km entfernt.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 12 Stopps: Dicke Margarethe und Kiek in de Kök verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
▶ Tour kostenlos starten Läuft im Browser, ohne App, ohne Download