Oldenburg auf eigene Faust: vom Schloss zum Lappan

Grafenschloss, ein Turm, der den Stadtbrand überstand, Janssens Zeichnungen und ein Park, den ein Herzog mitentwarf: 5,2 km zu Fuß durch Oldenburgs Mitte.

9 Stationen 5,2 km ~1 Std. 12 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Oldenburg
Stopp 1 von 9
1.330 m·17 Min.
Schloss Oldenburg
Geh nach Osten in Richtung des Alter Hafen.
Hallo und willkommen in Oldenburg! Ich bin Alex, und Oldenburgs ältestes Wahrzeichen überstand erst einen Stadtbrand und später sogar einen geplanten Abriss.
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Der Rundgang im Überblick

Neun Stopps auf 5,2 km, vom Schloss Oldenburg bis zum Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 12 Min.; mit Museumsbesuchen bist du gut sechs Stunden unterwegs, als reiner Spaziergang knapp drei.

Frei sind Alter Hafen, Lappan, Altes Rathaus, Lambertikirche und Schlossgarten; Eintritt kosten das Schloss, das Horst-Janssen-Museum und das Augusteum sowie das Landesmuseum. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 9 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Oldenburg Stadtrundgang: neun Stopps auf 5,2 km

9 Stopps 5,2 km 1 Std. 12 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 9 Stationen auf dieser Route

  1. Schloss Oldenburg, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Schloss Oldenburg
  2. Alter Hafen in Oldenburg, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Alter Hafen
  3. Horst-Janssen-Museum in Oldenburg, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Horst-Janssen-Museum
  4. Lappan in Oldenburg, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Lappan
  5. Altes Rathaus in Oldenburg, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Altes Rathaus
  6. Lambertikirche in Oldenburg, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Lambertikirche
  7. Schlossgarten in Oldenburg, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Schlossgarten
  8. Augusteum in Oldenburg, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Augusteum
  9. Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
  10. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Oldenburg Rundgang in neun Stationen

  1. 1

    Schloss Oldenburg

    Schloss Oldenburg, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du startest am Schlossplatz vor dem Schloss Oldenburg, dort, wo die Stadt ihren Anfang nahm. Um 1100 bauten die Grafen von Oldenburg hier eine Niederungsburg, um den Fernhandelsweg von Westfalen nach Ostfriesland zu kontrollieren. Der Boden war so morastig, dass die Gebäude auf Eichenpfählen gegründet werden mussten. Graf Elimar I. wird 1108 erstmals genannt, die Burg selbst 1275, ein Bergfried 1313.

    Um 1400 ließ Graf Dietrich die runde Anlage mit Ringgraben und Außenmauer zur Wasserburg ausbauen. Auf engem Raum drängten sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude, um 1600 lebten hier rund 350 Menschen am Hof. 1573 galt die Burg als baufällig und wurde Stück für Stück erneuert. Der weiche Untergrund blieb ein Problem: Der Bergfried mitten im Hof stand 1599 schon schief und wurde 1608 abgerissen. Graf Anton Günther plante danach, das verschachtelte Ensemble in eine regelmäßige Vierflügelanlage nach dem Vorbild italienischer Stadtpaläste umzubauen.

    Das heutige Schloss war Residenz der Grafen, ab 1785 der Herzöge und ab 1815 der Großherzöge von Oldenburg, bis 1918. Heute zeigt hier das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Kunsthandwerk, Landesgeschichte und einige Alte Meister. Wer verstehen will, wie Oldenburg über Jahrhunderte regiert wurde, sollte hineingehen; das Tagesticket gilt auch für das Augusteum, das du gegen Ende der Runde erreichst. Gegenüber im Norden liegen die 2011 eröffneten Schlosshöfe, ein Einkaufszentrum.

    Vom Schloss gehst du 1320 m, etwa 18 Minuten, zum Alten Hafen. Es ist eine der beiden längsten Etappen der Route.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    6 EUR regulär, 4 EUR ermäßigt (Tagesticket für Schloss, Augusteum, Prinzenpalais); 9 EUR regulär, 6 EUR ermäßigt inklusive Sonderausstellung; Kinder 0-6 kostenlos
  2. 2

    Alter Hafen

    Alter Hafen in Oldenburg, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Alten Hafen bekommt die Route Luft. Der frühere Stadthafen an der Hunte ist heute eine öffentliche Promenade, jederzeit zugänglich und ohne Eintritt. Nach den Sälen des Schlosses ist das der richtige Wechsel: kein Ticket, keine Vitrine, nur der Fluss.

    Nimm dir hier ein paar Minuten. Die beiden längsten Wegstücke der Route liegen direkt vor und nach diesem Stopp, und dahinter beginnt mit dem Horst-Janssen-Museum der nächste Museumsblock. An der Hunte entscheidest du also, wie viel Zeit du den Museen am Nachmittag gibst.

    Zum Horst-Janssen-Museum sind es 1470 m, etwa 20 Minuten. Kurz vor dem Ziel passierst du das Stadtmuseum Oldenburg, das mit dem Janssen-Museum räumlich und organisatorisch verbunden ist.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Horst-Janssen-Museum

    Horst-Janssen-Museum in Oldenburg, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Horst Janssen war vieles zugleich: Zeichner, Radierer, Grafiker, Lithograf, Holzschnittkünstler, Plakatkünstler, Illustrator und Autor. Dieses Museum ist ganz ihm gewidmet, und die Zeichnung als Ausdrucksmittel steht hier im Mittelpunkt.

    Möglich machte es ein Oldenburger Unternehmer: Claus Hüppe erwarb 1995 für 1,5 Millionen DM die Janssen-Sammlung des Hamburger Ehepaars Carin und Carl Vogel. Mit diesen 1800 Blättern als Grundstock öffnete das Haus im Jahr 2000, entworfen von Peter Reinig, Meike Dreyer und Carl Deters.

    Auf der ersten von drei Ebenen zeigt die 2020 neu eröffnete Dauerausstellung Janssens Leben und Werk in vier Themeninseln: seinen Lebensweg, seine Zeichen- und Drucktechniken und seine Wortkunst. Es gibt Hör- und Fühlstationen, eine Zeichenwerkstatt zum Selbermachen und Film, Mitmachstationen und Originale, die zeigen, wie eine Ätzradierung entsteht. Die ausgestellten Originale wechseln dreimal im Jahr. Die beiden oberen Ebenen gehören Sonderausstellungen zur klassischen und zeitgenössischen Zeichnung.

    Wer gern zeichnet oder mit Kindern unterwegs ist, bekommt hier viel zum Anfassen; Kinder und Jugendliche zahlen keinen Eintritt. Plane rund eine Stunde ein. Danach sind es nur 220 m, etwa 4 Minuten, bis zum Lappan.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    8 EUR regulär, 6 EUR ermäßigt; Kinder und Jugendliche unter 18 kostenlos; freier Eintritt am ersten Sonntag jedes Monats
  4. 4

    Lappan

    Lappan in Oldenburg, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Lappan ist eines der Wahrzeichen Oldenburgs: ein 35 Meter hoher Turm am nordöstlichen Ende der Langen Straße in der Fußgängerzone. Er markiert bis heute den Übergang zwischen der historischen Innenstadt und den Vierteln, die sich nordöstlich anschließen.

    Seine Geschichte beginnt mit der Pest. Nachdem sie 1350 in Oldenburg gewütet hatte, entstand an dieser Stelle das Heilig-Geist-Armen- und Siechenhaus, 1356 bekam es eine hölzerne Kapelle. Über hundert Jahre blieb sie ohne Glockenturm, erst 1467/68 wurde der steinerne Turm angebaut. Weil die Lambertikirche damals nur ein niedriges Glockenhaus besaß, war der Lappan der erste Kirchturm der Stadt.

    Der Name ist Plattdeutsch: Das Armenhaus wirkte an die Kapelle „angelappt“, also angeflickt, und zunächst hieß nur das Armenhaus so. Im Mittelalter gehörte der Komplex zur Stadtmauer; bis 1845 stand hier das Heiligengeisttor, eines der fünf Stadttore, und der Straßenverlauf zeigt das noch heute. Nach der Reformation lagerte das Stadtgericht in Turm und Kapelle seine Folterwerkzeuge. Den großen Stadtbrand von 1676 überstand der Turm als eines der wenigen Gebäude.

    Der Lappan ist ein Stopp für draußen und kostet nichts. Von hier gehst du 480 m, etwa 7 Minuten, die Fußgängerzone entlang zum Alten Rathaus am Marktplatz.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Altes Rathaus

    Altes Rathaus in Oldenburg, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Alte Rathaus steht frei auf dem Marktplatz, ein auffälliger Dreiecksbau von 1886, entworfen von Johann Matthias von Holst und Carl Zaar. Es steht unter Denkmalschutz und dient bis heute der Verwaltung. Schau auch an seine Ostseite: Dort steht das Degodehaus, das als ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt gilt.

    Vorher stand an dieser Stelle ein Rathaus von 1635, errichtet auf Betreiben von Graf Anton Günther, mit einer Fassade im Stil der Spätrenaissance. Nach seinem Architekten Otto Schwerdtfeger nannten die Oldenburger es das Schwerdtfeger-Rathaus.

    Auch der Platz hat Geschichte geschrieben. Ab 1933 stiegen hier die Fahrgäste des Nahverkehrs um, erst 1978 zog die zentrale Haltestelle zum ZOB am Hauptbahnhof. Am 1. August 1967 wurde Oldenburgs Innenstadt als eine der ersten in Deutschland zur Fußgängerzone erklärt, seitdem rollen keine Autos mehr über den Marktplatz. Heute prägt ihn die Gastronomie, dazu kommen der Wochenmarkt und im Dezember der Lambertimarkt.

    Das Rathaus ist ein Amtsgebäude, kein Museum; seine Wirkung entfaltet es von außen. Die Lambertikirche liegt nur 90 m entfernt, gut eine Minute zu Fuß.

    Öffnungszeiten
    Mo–Mi: 08:00–15:30 | Do: 08:00–18:00 | Fr: 08:00–12:00 | Sa–So: Geschlossen
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Lambertikirche

    Lambertikirche in Oldenburg, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mit ihrem 86 Meter hohen Hauptturm und vier Ecktürmen ist die Lambertikirche das höchste Bauwerk der Stadt und prägt ihre Silhouette. Sie ist die zentrale und älteste Kirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde und zugleich Predigtkirche des Oldenburger Bischofs, benannt nach dem heiligen Lambert von Lüttich.

    Geh unbedingt hinein, der Eintritt ist frei, und der Kontrast überrascht: Außen ist die Kirche neugotisch, innen öffnet sich eine klassizistische Rotunde. Die Kirche ist ein Gotteshaus der Gemeinde; während eines Gottesdienstes hältst du dich als Besucher zurück.

    Schon im Hochmittelalter stand zwischen Burg und Siedlung eine erste Kirche, vermutlich ein einschiffiger romanischer Bau, errichtet vom Haus Oldenburg. Gegründet wurde sie wohl nach 1180/81, als die Grafen aus dem Exil zurückkehrten, und vor 1200. Sie blieb Hofkirche der Grafen, später der Herzöge und Großherzöge. 1237 erscheint mit Pfarrer Johannes erstmals ein Oldenburger Gemeindepfarrer in einer Urkunde, als Zeuge einer Eigentumsübertragung an das Kloster Rastede. Ein spätromanischer Abendmahlskelch von etwa 1265 ist erhalten und wird gelegentlich noch benutzt.

    Erinnerst du dich an den Lappan? Als er gebaut wurde, war die Lambertikirche nur ein niedriges Glockenhaus. Von hier sind es 670 m, etwa 9 Minuten, zum Schlossgarten.

    Öffnungszeiten
    Mo 11:00–16:00, Di–Sa 11:00–18:00; So Gottesdienst um 10:00
    Preis
    Eintritt kostenlos
  7. 7

    Schlossgarten

    Schlossgarten in Oldenburg, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Schlossgarten ist ein 16 Hektar großer Landschaftspark im englischen Stil und der wichtigste öffentliche Park der Stadt. Am nordwestlichen Ende liegen ein See und das Elisabeth-Anna-Palais, 1894 begonnen und 1896 vollendet.

    Herzog Peter Friedrich Ludwig kaufte 1803 und 1805 Wiesen nahe dem Schloss und begann 1809 nach genauen Plänen mit der Anlage; an den Entwurfszeichnungen arbeitete er selbst mit. Ausgeführt hat sie der Hofgärtner Friedrich Wilhelm Julius Bosse. Die napoleonische Besatzung zerstörte die ersten Gärten weitgehend, 1814 begann der Wiederaufbau. 42 Jahre lang wurde am Garten gearbeitet, und so wie damals sieht er im Wesentlichen bis heute aus.

    Der Herzog wollte den Park nicht für sich allein: Große Teile standen von Anfang an seinen Untertanen offen, unter einer Bedingung, angemessene Kleidung und gesittetes Benehmen. Noch in den 1950er Jahren kam man im Sonntagsstaat. Erst Gartendirektor Max Heber öffnete den Garten stärker für den Alltag. Den Krieg überstand er mit wenigen Schäden, diente aber zeitweise als Obst- und Gemüsegarten, und manche Bäume wurden als Brennholz gefällt. Seit 1920 ist er öffentliches Eigentum, seit 1978 steht er unter Schutz.

    Gönn dir hier eine halbe Stunde für eine Runde, es ist die längste Pause im Grünen auf der Route. Zum Augusteum sind es danach 570 m, etwa 8 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Apr–Sep: täglich 08:00–20:00; Okt–Mär: täglich 08:00 bis Sonnenuntergang
    Preis
    Eintritt kostenlos
  8. 8

    Augusteum

    Augusteum in Oldenburg, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Augusteum an der Elisabethstraße 1 gehört zu den ersten Museumsbauten Norddeutschlands. Großherzog Peter II. ließ es für die großherzogliche Kunstsammlung errichten und benannte es nach seinem Vater, Großherzog August. Ernst Klingenberg entwarf es im Stil eines Florentiner Palastes in Neorenaissance; die Ausstattung mit Gemälden von Christian Griepenkerl gab ebenfalls der Großherzog in Auftrag. 1876 öffnete es als erstes Kunstmuseum Oldenburgs.

    Der Grundstock der Sammlung ist älter: 1804 kaufte Herzog Peter I. 86 Gemälde aus der Privatsammlung des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Im Haus stellte auch der Oldenburger Kunstverein aus, und der Konservator Richard tom Dieck lebte und arbeitete im Untergeschoss. 1908 zeigten die Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel hier ihre erste gemeinsame Ausstellung.

    Dann kam der Bruch. 1918 musste Großherzog Friedrich August II. abdanken, ging 1919 in die Niederlande und verkaufte nach und nach ein Drittel der Galerie, darunter Werke von Rembrandt. Was blieb, bildet heute die Galerie Alter Meister des Landesmuseums: niederländische, italienische, deutsche und französische Malerei aus vier Jahrhunderten.

    Wer Alte Meister mag, sollte hineingehen, zumal das Tagesticket vom Schloss gilt; plane eine Dreiviertelstunde. Zum Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg sind es dann 390 m, etwa 5 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    6 EUR regulär, 4 EUR ermäßigt (Tagesticket für Schloss, Augusteum, Prinzenpalais); 9 EUR regulär, 6 EUR ermäßigt inklusive Sonderausstellung; Kinder 0-6 kostenlos
  9. 9

    Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

    Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss wechselst du von der Kunst zur Natur. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg vereint Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde, ein Schwerpunkt ist die Moorarchäologie Nordwestdeutschlands. Die Dauerausstellung gliedert sich in Moor, Geest sowie Küste und Marsch, dazu kommen Sonderausstellungen. Die Dauerausstellung wird derzeit renoviert, rechne also mit Einschränkungen.

    Gegründet hat es 1836 Großherzog Paul Friedrich August als Naturhistorisches Museum. Grundstock war eine Privatsammlung mit 9800 präparierten Insekten, 490 Vögeln und 26 kleinen heimischen Säugetieren, die Baron Alexander von Rennenkampff 1835 im Auftrag des Großherzogs für 3000 Reichstaler in Gold vom Delmenhorster Kreisphysikus Otto Ernst Oppermann kaufte. Oppermann hatte die Tierpräparation mit einem neuen Ansatz revolutioniert und darüber ein Buch von 350 Seiten geschrieben.

    1867 kamen die Völkerkunde, das Naturalienkabinett und die Altertümer aus dem Schloss hinzu. Der heutige Bau von Hofbaumeister Gerhard Schnitger wurde 1879 fertig. In der Nacht vom 22. auf den 23. September 1943 beschädigte ein Luftangriff das Gebäude schwer. Mit der Rückbesinnung auf die eigene Vergangenheit rückte im 20. Jahrhundert die Archäologie in den Mittelpunkt.

    Wer sich für Moore und frühe Geschichte interessiert, sollte hier hineingehen, auch ein kürzerer Besuch lohnt sich am Ende eines langen Tages. Hier endet die Route; die GPS-Navigation führt dich auf Wunsch zurück zum Schloss.

    Öffnungszeiten
    Di–Fr 09:00–17:00, Sa–So 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    6 EUR regulär, 4 EUR ermäßigt (Übergangspreis während der Dauerausstellungs-Renovierung); Kinder ab 7: 2 EUR; unter 7 kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Oldenburg Route geladen
Schloss OldenburgAlter HafenHorst-Janssen-MuseumLappan+5
Alle 9 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Oldenburg entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 9 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

9Stopps 5,2km 1 Std. 12 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Wege durch Oldenburg

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Diese beiden Varianten sparen die langen Wege zum Hafen oder kommen ganz ohne Eintritt aus.

Altstadt kompakt

Stopps: 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Für alle, die die beiden langen Etappen zum Alten Hafen auslassen wollen: vom Horst-Janssen-Museum durch die Altstadt bis zum Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, rund 2,4 km und 34 Minuten Gehzeit. Eintritt kosten Horst-Janssen-Museum, Augusteum und Landesmuseum; alles andere ist frei.

Kurze Runde ohne Eintritt

Stopps: 4, 5, 6, 7

Für einen freien Nachmittag oder den ersten Eindruck: Lappan, Altes Rathaus, Lambertikirche und Schlossgarten, rund 1,2 km und 17 Minuten Gehzeit. Kein Stopp kostet Eintritt.

Wie lange dauert der Oldenburg Rundgang mit Museen?

Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 12 Min. Gut die Hälfte davon steckt in den beiden Etappen rund um den Alten Hafen mit 18 und 20 Minuten; danach liegen die Stopps dicht beieinander, kein Wegstück dauert länger als 9 Minuten.

Mit allen vier Museen von innen, je rund eine Stunde für Schloss, Horst-Janssen-Museum und Landesmuseum und eine Dreiviertelstunde im Augusteum, dazu kurze Aufenthalte an den freien Stopps, bist du gut sechs Stunden unterwegs. Suchst du dir zwei Museen aus, sind es rund viereinhalb Stunden.

Altstadt kompakt dauert mit den drei Museen ebenfalls rund viereinhalb Stunden, als Spaziergang von außen knapp zwei. Die kurze Runde ohne Eintritt schaffst du mit Kirche und Park in knapp anderthalb Stunden.

Vor dem Start in Oldenburg

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Schloss Oldenburg, das Ende liegt am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Du kannst an jedem Stopp einsteigen; die GPS-Navigation führt dich am Ende auf Wunsch zurück zum Start.
  • Tageszeit: Willst du in die Museen, starte am Vormittag, denn mit den Innenbesuchen füllt die Runde einen ganzen Tag.
  • Eintritt: Eintritt kosten Schloss Oldenburg, Horst-Janssen-Museum, Augusteum und Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Für Schloss und Augusteum reicht ein gemeinsames Tagesticket, das auch das Prinzenpalais einschließt. Alle übrigen Stopps sind frei.
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Dein Guide für Oldenburg ist bereit, wann immer du startest.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Oldenburg, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

9Stopps 5,2km 1 Std. 12 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Grafen, Großherzöge und Moore: was der AI Tour Guide ergänzt

Auf dieser Route begegnen dir die Oldenburger Grafen und Großherzöge an fast jedem Stopp, vom Burgbau über die Hofkirche bis zur verkauften Gemäldegalerie. Der AI Tour Guide knüpft diese Fäden im Gespräch zusammen, fragt, ob dich eher Kunst, Stadtgeschichte oder Moorarchäologie reizt, merkt sich das und vertieft genau dort, etwa wie der Alltag am gräflichen Hof aussah oder was für ein Mensch Horst Janssen war. Die Route bleibt dabei, wie sie ist. Zum Ausprobieren gibt es 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Oldenburg

Kostet das Horst-Janssen-Museum Eintritt?

Ja, für Erwachsene kostet das Museum Eintritt. Kinder und Jugendliche zahlen nichts, und an einzelnen Tagen ist der Eintritt für alle frei.

Was ist das Prinzenpalais?

Es liegt südlich des Schlosses und gehört wie das Augusteum zum Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Auf der Route ist es kein eigener Stopp, das Tagesticket vom Schloss gilt aber auch dort.

Welches Museum lohnt sich, wenn ich nur für eins Zeit habe?

Für Stadtgeschichte das Schloss, für Zeichnung und zum Selbermachen das Horst-Janssen-Museum, für Alte Meister das Augusteum, für Moore und Frühgeschichte das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg.

Lässt sich Oldenburg mit einer anderen Stadt kombinieren?

Bremen liegt rund 40 km entfernt und hat eine eigene Route. Wer weiter Richtung Niederlande fährt, findet auch eine Tour für Groningen.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 4 der 9 Stopps: Schloss Oldenburg, Horst-Janssen-Museum, Augusteum und Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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