Schloss Oldenburg
Du startest am Schlossplatz vor dem Schloss Oldenburg, dort, wo die Stadt ihren Anfang nahm. Um 1100 bauten die Grafen von Oldenburg hier eine Niederungsburg, um den Fernhandelsweg von Westfalen nach Ostfriesland zu kontrollieren. Der Boden war so morastig, dass die Gebäude auf Eichenpfählen gegründet werden mussten. Graf Elimar I. wird 1108 erstmals genannt, die Burg selbst 1275, ein Bergfried 1313.
Um 1400 ließ Graf Dietrich die runde Anlage mit Ringgraben und Außenmauer zur Wasserburg ausbauen. Auf engem Raum drängten sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude, um 1600 lebten hier rund 350 Menschen am Hof. 1573 galt die Burg als baufällig und wurde Stück für Stück erneuert. Der weiche Untergrund blieb ein Problem: Der Bergfried mitten im Hof stand 1599 schon schief und wurde 1608 abgerissen. Graf Anton Günther plante danach, das verschachtelte Ensemble in eine regelmäßige Vierflügelanlage nach dem Vorbild italienischer Stadtpaläste umzubauen.
Das heutige Schloss war Residenz der Grafen, ab 1785 der Herzöge und ab 1815 der Großherzöge von Oldenburg, bis 1918. Heute zeigt hier das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Kunsthandwerk, Landesgeschichte und einige Alte Meister. Wer verstehen will, wie Oldenburg über Jahrhunderte regiert wurde, sollte hineingehen; das Tagesticket gilt auch für das Augusteum, das du gegen Ende der Runde erreichst. Gegenüber im Norden liegen die 2011 eröffneten Schlosshöfe, ein Einkaufszentrum.
Vom Schloss gehst du 1320 m, etwa 18 Minuten, zum Alten Hafen. Es ist eine der beiden längsten Etappen der Route.


















