Deutsches Auswandererhaus
Du startest an einem Ort mit Gewicht: Zwischen 1830 und 1874 war Bremerhaven der größte Auswandererhafen Kontinentaleuropas. Genau an diesem historischen Standort, am Marie-Juchacz-Platz 1, steht das Deutsche Auswandererhaus. Als es am 8. August 2005 öffnete, war es das erste Museum in Deutschland, das sich ganz dem Thema Migration widmete.
Drinnen gehst du durch detailgetreu nachgebaute Räume und folgst realen Familiengeschichten. Erzählt wird in beide Richtungen: die Auswanderung aus Europa nach Übersee und 340 Jahre Einwanderung nach Deutschland. Die Sammlung reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und zeigt weniger große Daten als Alltag, Biografien und das, was Menschen beim Aufbruch dachten und fühlten.
Das Haus verdankt sich dem langen Atem der Bremerhavener selbst. Schon seit den späten 1970er Jahren setzten sich Bürger für ein Museum zur Auswanderung ein, 1985 entstand ein Förderverein, 1998 ein Initiativkreis. Seit 2006 leitet die Historikerin Simone Blaschka das Haus. Mit durchschnittlich 180.000 Besuchern im Jahr ist es seit der Eröffnung das meistbesuchte Museum im Land Bremen.
Lohnt sich der Eintritt? Wenn dich Familiengeschichten mehr fesseln als Schiffstechnik, ist das der Pflichtbesuch des Tages. Es gibt ermäßigte Karten, und Kinder zahlen weniger.
Danach wartet die längste Etappe der Route: 990 m, rund 14 Minuten, zum Zoo am Meer an der Weser.
















