Limburger Dom
Hoch auf dem Limburger Felsen über der Lahn steht der Dom, so exponiert, dass du ihn schon von weitem siehst. Er ist die Kathedrale des katholischen Bistums Limburg und heißt nach seinem Patron auch Georgsdom; im Mittelalter teilte sich der heilige Georg die Kirche mit dem heiligen Nikolaus. Achte beim Umrunden auf den Stil: Ein ursprünglich frühromanischer Bau wurde frühgotisch modernisiert, und genau dieses Nebeneinander von Romanik und Gotik macht den Dom aus.
Wann hier die erste Kirche entstand, weiß niemand genau. Eine Notiz berichtet, Erzbischof Hetti habe im frühen 9. Jahrhundert eine Georgskirche in „Lympurgensis“ geweiht, doch aufgeschrieben wurde das erst im 16. Jahrhundert, und die Forschung streitet über die Glaubwürdigkeit. Zufallsfunde aus karolingischer Zeit unter der heutigen Kirche sprechen immerhin für einen Bau im 9. Jahrhundert.
Fester Boden ist der 10. Februar 910: König Ludwig das Kind stellte die Urkunde für ein Kanonikerstift aus, auf Drängen des Gaugrafen Konrad Kurzbold. Im 11. Jahrhundert ersetzte eine frühromanische Basilika die erste Kirche. Ein Bleireliquiar in Form eines Kirchenmodells, 1776 im Hauptaltar gefunden, nennt einen Grafen Heinrich als Bauherrn. Um 1180 begann der große Umbau, der dem Dom seine heutige Gestalt gab.
Hinein lohnt sich für jeden, der Eintritt ist frei. Wer die Bauphasen wirklich lesen lernen will, bucht eine Führung. Danach sind es nur 130 m und 2 Minuten zur Burg, die direkt hinter dem Dom auf demselben Felsen liegt.
















