Holstentor
Du startest an dem Bauwerk, das als Symbol Lübecks gilt. Das Holstentor ist eines von nur zwei erhaltenen Stadttoren der mittelalterlichen Befestigung, das andere ist das Burgtor. Zwei runde Türme mit Kegeldächern, dazwischen ein Mittelbau mit Giebel und der Durchgang: Backsteingotik, seit 1987 zusammen mit der Altstadt UNESCO-Welterbe.
Geh einmal um das Tor herum. Von der Stadtseite wirken Türme und Mittelbau wie ein einziger Block. Von der Feldseite, der Seite, die von der Stadt wegzeigt, erkennst du die drei Teile deutlich: Die Türme treten als Halbkreise bis zu 3,5 Meter vor den Mittelbau.
Das Fallgitter im Durchgang stammt erst von 1934 und hat mit der alten Sicherung wenig zu tun. Früher saß hier eine sogenannte Orgel aus einzelnen Stäben, die man getrennt herablassen konnte. So ließ sich das Tor fast ganz schließen und trotzdem eine schmale Lücke lassen, durch die die eigenen Leute später hineinschlüpften.
Über dem Durchgang auf der Stadtseite steht „SPQL“, nach dem römischen SPQR: Senat und Volk von Lübeck. Die Inschrift kam erst 1871 dazu, im Jahr der Restaurierung und der Reichsgründung. Die Jahreszahl 1477 daneben galt lange als Baujahr, richtig ist 1478.
Der Innenbesuch kostet Eintritt. Ob er sich für dich lohnt, entscheidest du nach der Zeit, die du fürs Hansemuseum aufheben willst. Dorthin gehst du 1290 Meter, etwa 18 Minuten, und kommst dabei durch die Petersilienstraße.




















