Hafen Nida
Du startest dort, wo Nida am ältesten ist. Der Hafen Nida liegt im Süden des Ortes, auf dem Gebiet des historischen Dorfes Atragis, und genau hier hat sich der alte Plan am besten gehalten: ein strenges, rechtwinkliges Straßennetz und eine geschlossene Bebauung. Schau dich beim Ankommen nicht nur aufs Wasser um, sondern auch in die Gassen dahinter.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier ein Fischerhafen, später kam ein Anleger für Dampfer dazu. Die Sowjetzeit hat dem Ort viel genommen: Für den Ausbau der Fischereibasis wurden ein Hotel, die Zollgebäude und ein Teil der alten Fischergehöfte abgerissen. Übrig blieben der Hafen mit Fischersteg und ein Betrieb zur Fischverarbeitung.
Der Passagierhafen, den du heute siehst, wuchs ab 1975 und 1976 mit einem neuen Anleger neben dem Fischerhafen; 1991 kam eine zweite Mole dazu, die das Becken für Passagierschiffe schloss. Seit 1999 ist Nida ein internationaler Binnenhafen mit eigener Grenzkontrolle. Heute legen hier Fähren, Fischer- und Ausflugsboote an, und im Sommer finden mehrere Dutzend Jachten Platz. Achte auf die Molenköpfe: Rot leuchtet es von der östlichen, grün von der westlichen Mole.
Ein Datum, auf das man in Nida stolz ist: 2021 fand hier die Weltmeisterschaft der Bootsklasse Platu 25 statt, die erste vom internationalen Segelverband anerkannte Segel-WM in Litauen. Der Hafen ist frei zugänglich. Vom Wasser sind es nur 240 m, etwa 3 Minuten, bis zum ersten Haus mit Kasse.












